Berlin - Kraft der Sonne: Mit Solaranlagen sparen und Geld verdienen

Kraft der Sonne: Mit Solaranlagen sparen und Geld verdienen

Von: Katja Fischer, ddp
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Eine Solaranlage auf dem Dach lohnt sich für Hausbesitzer doppelt. Zum einen nutzt sie der Umwelt. Zum anderen beschert sie dem Investor eine satte Rendite. Foto: ddp

Berlin. Eine Solaranlage auf dem Dach lohnt sich für Hausbesitzer doppelt. Zum einen nutzt sie der Umwelt. Zum anderen beschert sie dem Investor eine satte Rendite.

Denn die Preise für Solarmodule sinken. Zusätzlich bekommen Betreiber von Solaranlagen in diesem Jahr 43,01 Cent je produzierter Kilowattstunde Solarstrom vom eigenen Hausdach. Dieser feste Einspeisetarif gilt über zwanzig Jahre hinweg für selbst produzierten Strom, der ins Stromnetz eingespeist wird.

Die meisten Hausbesitzer nutzen dieses Angebot und speisen ihren erzeugten Strom ins Netz ein. Aber es gibt auch die Möglichkeit, den Strom selbst zu verbrauchen. Dann bekommen Hausbesitzer eine Vergütung von 25,01 Cent je Kilowattstunde.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) rechnet über die Laufzeit der Anlage mit einer Betreiberrendite von rund sechs Prozent. Je nach Anlagenart und Standort rentiert sich die Anschaffung so bereits nach rund 14 Jahren. Wer sich für eine Solaranlage entschieden hat, sollten sie möglichst bald anschaffen. Denn die Fördersätze gehen von Jahr zu Jahr um ein paar Prozentpunkte zurück. Wer erst 2010 investiert, bekommt nur noch 39,57 Cent je Kilowattstunde.

Solarenergie ist nicht nur im Neubau ein Thema. Auch in die bestehende Haustechnik kann sie integriert werden. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) bestärkt Eigenheimbesitzer in ihrem Vorhaben, die Sonne als alternative Energiequelle zu nutzen. Der durchschnittliche Endkundenpreis für eine kleine und mittlere Solarstromanlage liegt derzeit bei rund 3600 Euro je installiertem KilowattPeak. Dieser Wert gibt die maximale Leistung eines Solarmoduls an. „Nie war die Investition in eine Solarstromanlage finanziell so attraktiv wie jetzt”, sagt Carsten Körnig Bundesverband Solarwirtschaft. Zusätzlich wird die Anschaffung einer Solarstromanlage über das KfW-Kreditprogramm „Erneuerbare Energien” gefördert. Es gewährt zinsvergünstigte Darlehen in Höhe von bis zu 100 Prozent der Investitionskosten.

Solaranlagen können überall in Deutschland installiert werden. In der Regel reicht die Sonneneinstrahlung aus. Im Norden wird eine etwas größere Kollektorfläche nötig sein als im Süden. Grundsätzlich sind Gebäude am besten geeignet, die möglichst das ganze Jahr tagsüber von der Sonne bestrahlt werden. In Frage kommen Dächer zwischen Ost- und West-Lage mit Blickrichtung nach Süden. Der Winkel des Daches sollte am besten etwa 30 Grad, maximal 50 Grad sein. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Giebel, Antennen sollten vermieden werden, da sie den Stromertrag deutlich reduzieren. Da Solaranlagen in den meisten Fällen auf dem Dach errichtet oder in das Dach integriert werden, ist der Aufbau in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei, so der BSW-Solar.

Reiner Uelze vom Bauherren-Schutzbund geht davon aus, dass bei einem 2- bis 4-Personen-Haushalt für die Warmwasserbereitung eine Kollektorfläche von vier Quadratmetern benötigt wird. Sollte zusätzlich die Heizungsanlage über einen Pufferspeicher oder einen separaten Wärmetauscher unterstützt werden, können je nach Heizsystem bis zu zehn Prozent der zu beheizenden Fläche als Kollektorfläche notwendig sein. Mindestens sollten jedoch zehn Quadratmeter Hochleistungskollektoren angeordnet werden.

Bei der Einbindung der Heizungsanlage ist die Wahl der richtigen hydraulischen Einbindung wichtig, meint der BSB-Experte. Oft kann die optimale Ausnutzung in der Übergangszeit von März bis Mai und September bis November nicht sichergestellt werden, weil die Wärmetauscherfläche zu klein berechnet wurde.

Wichtig ist zu prüfen, ob die Immobilie genügend Fläche bietet, um die Solarkollektoren unterzubringen. Meist werden auf den Dächern Anlagen mit drei Peak Leistung installiert, die rund 2250 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Dazu werden etwa 27 Quadratmeter Dachfläche gebraucht.

Vor dem Kauf einer Solaranlage sollten sich Interessenten Rat bei Experten einholen. Orientierung bietet auch die Entscheidungshilfe zum Einbau einer Solaranlage, die beim Bundesverband Solarwirtschaft unter solarwirtschaft.de abrufbar ist.
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