Kleine Geldinstitute kassieren besonders hohe Dispozinsen

Von: Anne Barthel, dpa
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Berlin. Kleine und regionale Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken kassieren oft besonders hohe Dispozinsen. Im Schnitt liegen diese 0,5 Prozentpunkte höher als bei den überregionalen Banken. Das berichtet die Stiftung Warentest in Berlin in ihrer Zeitschrift „Finanztest” (10/2010).

Die Tester untersuchten die Zinsen für Dispositionskredite von 992 Banken; 21 verlangten am Stichtag 1. August 2010 Dispozinsen in Höhe von 14 Prozent und mehr. Am günstigsten war eine Direktbank mit einem Zinssatz von 6 Prozent.

Danach folgte eine weitere Direktbank mit einem Zinssatz von 6,95 Prozent. 14,95 Prozent ermittelten die Tester bei einer kleineren Raiffeisenbank, aber auch 16,98 Prozent bei einer großen Bank.

Obwohl die Leitzinsen - also der Zins, zu dem sich die Banken Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen können - seit Mai 2009 bei einem Prozent liegen, sind die Dispozinsen hoch geblieben. Die Banken geben die Leitzinssenkung nicht an ihre Kunden weiter, so das Fazit der Finanztester.

Die Deutschen seien laut Bundesbank mit 41,6 Milliarden Euro an Überziehungskrediten verschuldet, davon stecke ein Großteil in Dispokrediten.

In Deutschland stehe etwa jeder sechste Bankkunde mit seinem Konto im Minus. Wird dann auch noch der Dispo überzogen, verlangen einige Institute 20 Prozent und mehr.

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