Berlin - Keine Kuscheltiere, keine Unterwäsche: Geschenke zu Weihnachten

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Keine Kuscheltiere, keine Unterwäsche: Geschenke zu Weihnachten

Von: Franziska Fiedler, dpa
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Die beste Freundin ist eine gute Quelle für Geschenkideen - sie weiß von gemeinsamen Shoppingtouren oft gut, was sich die andere wünscht. Foto: dpa

Berlin. Das passende Geschenk für den Freund oder die Freundin zu finden, muss gar nicht schwer sein. Vor allem ist wichtig: „Das eigene Ich muss zurückgestellt werden. Man sollte nicht das schenken, was man selbst toll findet, sondern was der Partner mag”, rät Jenny Belitz in Berlin. Sie ist Geschenkberaterin und hilft der Fantasie ideenloser Menschen auf die Sprünge.

Außerdem ist es gut, wenn das Geschenk zur Beziehung passt. Wer erst vier Wochen mit einem Jungen zusammen ist, schenkt ihm besser nicht gleich ein Armband, in das der eigene Name eingraviert ist.

Schenken wird einfacher, wenn man sich gut zuhört. „Gerade am Anfang einer Beziehung ist das leicht, weil man sich ohnehin viel austauscht”, sagt Belitz. Ist man schon länger ein Paar, kann es helfen, jeden Wunsch sofort aufzuschreiben. Sätze wie „Das habe ich mir schon immer gewünscht!” geben wichtige Hinweise.

Auch eine Shoppingtour ein paar Monate vor Weihnachten kann Aufschluss darüber geben, was sich der Freund oder die Freundin wünscht. „Man muss nur aufmerksam sein und sich merken, wo er oder sie hängen bleibt”, sagt Belitz. Wenn die Zeit knapp wird und ein Notfall naht, können Freunde vielleicht Tipps geben. „Im Notfall die Freundin der Partnerin zu fragen, kann ungemein hilfreich sein. Schon allein, weil sie sich oft besser in ihre Freundin reindenken kann”, rät auch Claudia Kay, Inhaberin des Geschäfts „Was Frauen wollen” in Hamburg.

Oft hört man, ein Geschenk müsse besonders persönlich sein. Doch was heißt das genau? Eine Möglichkeit ist, an den Interessen des Liebsten anzusetzen und darauf aufbauend selbst ein Geschenk zu basteln, rät Kay. Zum Beispiel ein Brettspiel mit Fragen zur beschenkten Person oder ein Reisetagebuch, wenn der erste gemeinsame Urlaub ansteht.

Beim Thema Selbstbasteln winken allerdings nicht nur die meisten Jungs schnell ab. Schließlich besteht die Gefahr, sich mit der eigenen Kreation lächerlich zu machen. „Trotzdem ist die Freude über etwas Einzigartiges besonders groß”, sagt Jenny Belitz. Und auch, wenn das künstlerische Talent sich versteckt: „Ist die Liebe groß genug, wird auch die Freude über etwas Selbstgemachtes groß sein. Immerhin steckt eine Menge Mühe hinter diesem Geschenk.”

„Es gibt nun mal keine objektiven Kriterien für ein tolles Geschenk”, sagt die Paarberaterin Inge Mühlberger in Köln. Der Preis jedenfalls sagt nichts aus. Auch ein billiges Geschenk kann Freude machen - wenn es zum anderen passt. Grundsätzlich könne man davon ausgehen, dass hinter jedem Geschenk eine gute Absicht steckt. Und wenn das Geschenk dann doch mal in die Hose geht, immer ehrlich sein: Falsche Freude macht auf Dauer unglücklich.

„Zwar sollte man das Geschenk immer würdigen, aber ruhig darüber sprechen, wenn es gar nicht passt”, rät Mühlberger. Überhaupt sei es gut, über Geschenke zu reden. Was geht zum Beispiel gar nicht? Was ist für den anderen ein gutes Geschenk? In jedem Fall sollte man versuchen, sich in den Freund oder die Freundin hineinzuversetzen und sich fragen: Was könnte ihm oder ihr gefallen?

Doch gibt es auch einige Sachen, die generell mit Vorsicht zu genießen sind. Klamotten zum Beispiel. „Das kann schon nach hinten losgehen, wenn er das Kleid zwei Nummern zu groß kauft”, sagt Claudia Kay. Gleiches gilt für Unterwäsche. Jenny Belitz rät zudem von Kuscheltieren ab. Außerdem sollte man auf die Art der Beziehung schauen. Eine Kette mit Herzanhänger kann bei einer frischen Beziehung ganz schön einengend wirken, warnt sie.

Eine gute Idee können dagegen Konzerttickets oder Karten für ein anderes Event sein. Davon hat dann auch der Schenkende was. „Aber auch hier gilt wieder der Grundsatz: Der Beschenkte muss es mögen. Nicht andersrum”, sagt Belitz.
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