Gute Nachricht für Kindergeld-Empfänger

Von: dpa
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Münster. Ein Kind, das in der Zeit zwischen Lehre und Studium gut verdient, kann davor und danach dennoch grundsätzlich Kindergeld bekommen.

Dieses Urteil machte das Finanzgericht Münster am Montag bekannt (Az.: 1 K 4425/08 Kg. AO). In dem Streitfall hatte die Tochter des Klägers nach der Ausbildung zur Versicherungskauffrau kurze Zeit in dem Beruf gearbeitet, ehe sie ein Studium begann.

Ihr Jahreseinkommen überschritt den gesetzlichen Höchstbetrag von 7680 Euro. Daraufhin wollte die Familienkasse das Kindergeld für das ganze Jahr nicht zahlen. Das Finanzgericht befand, wenn das Kind in der Übergangszeit gut verdiene, bestehe in der Phase zwar kein Anspruch auf Unterhalt durch Eltern und Kindergeld; allerdings dürften die Einkünfte des Kindes aus der Zeit dann auch nicht in den Grenzbetrag einfließen.

Das Gericht hat Revision gegen das Urteil zugelassen. Das Finanzgericht in Münster ist eines von dreien in Nordrhein- Westfalen.

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