Geldverlust durch Inflation: Jetzt sicher sparen

Von: Peter Weißenberg
Letzte Aktualisierung:
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Wer trotz niedrigem Zinsniveau mehr aus solchem Geld machen will, der hat dafür trotzdem solide Möglichkeiten.

Aachen. Der Jahresbonus, ein frei werdendes Festgeld oder eine Erbschaft: Das sind typische Geldsegen, die der Verbraucher mehr oder minder plötzlich auf seinem Girokonto findet. Doch da sollte das Geld auf keinem Fall bleiben. Schließlich gibt es dort nie Zinsen, die höher als die Inflationsrate sind - und meistens sogar überhaupt keine.

Wer trotz niedrigem Zinsniveau mehr aus solchem Geld machen will, der hat dafür trotzdem solide Möglichkeiten. Das sind unsere Empfehlungen für die sichere Anlage veschiedener Summen:

1.000 Euro Anlage

Diese Summe ist bereits für einen Single die Rücklage, die er täglich verfügbar halten sollte. Sicher ist das Geld auf einem Tagesgeldkonto. Und verhältnismäßig gute Zinsen gibt es auch nach dem EZB-Entscheid noch Monate lang, wenn sie ein Konto mit Zinsgarantie wählen. Zum Beispiel bei der Volkswagen- oder der Audi Bank mit 1,60 Prozent Zinsen und Zinsgarantie für sechs Monate bei deutscher Einlagensicherung.

10.000 Euro Anlage

Eine Familie sollte soviel Geld als Rücklage verfügbar halten. Dazu kann sie den Gesamtbetrag ebenfalls auf ein Tagesgeldkonto legen, z.B. Volkswagen- oder der Audi Bank mit 1,60 Prozent Zinsen und Zinsgarantie für sechs Monate bei deutscher Einlagensicherung.

50.000 Euro Anlage

Neben der ständig verfügbaren Rücklage, die jederzeit abrufbar auf einem Tagesgeldkonto angelegt werden sollten, sollte der Anleger in einer unsicheren Zinssituation den Rest als Festgeld anlegen. Tipp: 20.000 Euro auf zwei Jahre für 2,00 Prozent bei der Renault Bank direkt, oder wer Wert auf deutsche Einlagensicherung legt, bei der Grenke Bank mit 1,90 Prozent. Das bringt in zwei Jahren sicher einen Zinsertrag von 800 bzw. 767,22 Euro. Der Inflation von gegenwärtig nur 1,2 Prozent (April) schlagen Sie so ein Schnippchen. Die restlichen 20.000 Euro können sie auf vier Jahre bei 2,50 Prozent mit ausländischer Einlagensicherung (Renault Bank) bzw. bei 2,25 Prozent mit deutscher Einlagensicherung (Grenke Bank oder C & A Money) anlegen.

100.000 Euro Anlage

Für die ständig verfügbare Rücklage bleiben wir beim Tagesgeld. Den Rest in Festgeld. Aber es wäre zum Beispiel auch möglich, als Elternteil die Summe als Tagesgeld oder Festgeld zu parken - und frei werdendes Geld monatlich in eine Lebensversicherung einzuzahlen. Das geht so: Sie legen jeweils Teilsummen über unterschiedliche Laufzeiten fest - und bezahlen aus den Zinsen und jeweils freiwerdendem Kapital die einzelnen Versicherungsbeiträge. Hier ein Rechenbeispiel für einen 30-jährigen Mann, Nichtraucher: Er kann bis zur Rente mit 67 so 4,28 Prozent Rendite erwirtschaften. Gleichzeitig schützt der Versicherte damit seine Familie auf Jahrzehnte. Und einen Teil der Summe verzinst er während der Zeit ja zusätzlich noch über die Geldanlage in Tages- und Festgeld.

Es gibt aber auch noch gute Alternativen, die bei 50.000 oder 100.000 Euro eine Überlegung wert sind. Niedrigzins-Zeiten sind ja Goldene Zeiten für alle, die Schulden haben oder machen. Klingt paradox - aber auch das kann eine Geldanlage sein, die jedes Festgeld schlägt. Nämlich dann, wenn der Niedrigzins in bleibende Werte investiert wird. Das Eigenheim oder die Eigentumswohnung etwa.

Wer nämlich einige 10.000 Euro nutzt, um so in eine Baufinanzierung einzusteigen, der kann etwa weitere 100.000 Euro für den Immobilienerwerb schon mit 1,93 Prozent finanzieren (auf zehn Jahre, 60 Prozent Beleihung, Anbieter Creditweb). Im Gegenzug spart er Miete und baut mit dem Eigentum Kapital auf.

Schulden abbauen ist genau so eine Super-Geldanlage - paradox: Denn wenn Sie zum Beispiel mit 20.000 Euro aus einer Erbschaft jetzt einen alten Ratenkredit mit fünf Prozent Zins in einem Schlag sondertilgen, dann sparen sie damit sozusagen genau diese fünf Prozent - auf Jahre, krisensicher. Das Kapital kann Ihnen kein Schuldenstaat mehr gefährden.

 

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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