Hamburg - Geldanlage: Sicherheit und Rendite müssen sich nicht ausschließen

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Geldanlage: Sicherheit und Rendite müssen sich nicht ausschließen

Von: ddp.djn
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Hamburg. Es sind derzeit scheinbar harte Zeiten für Anleger. Die Börsen sind im freien Fall, Zinsen für Tages- oder Festgeld ebenso.

Doch neben den Wunsch nach einer lukrativen Rendite hat bei vielen Anlegern auch das Bedürfnis nach Sicherheit zugenommen. Trotz der Durststrecke der vergangenen Monate ist die Verbindung aus Sicherheit und einer angemessenen Rendite weiterhin möglich.

Dies ermöglicht beispielsweise eine Kapitalgarantie bei Investmentfonds. Bis zum Laufzeitende profitiert der Anleger dabei im Verhältnis 1:1 an der Entwicklung des zugrunde liegenden Aktien- oder sonstigen Index. Allerdings ist bei diesen Produkten eine Obergrenze gesetzt, der sogenannte Cap, durch den die Gewinnbeteiligung zu einer festgesetzten Grenze gedeckelt ist. Entwickeln sich die Märkte negativ, ist das eingesetzte Geld vollständig abgesichert und ein Verlust daher nicht möglich.

Grundsätzlich existieren zwei Arten von Garantiefonds. Bei der offenen Variante können Anleger jederzeit Anteile kaufen und wieder abstoßen. Die Garantie greift in der Regel aber immer erst am Ende einer Laufzeitperiode, beispielsweise am Ende eines Geschäftsjahres. Geschlossene Garantiefonds haben wiederum eine feste Laufzeit, in der Anteile unmittelbar zu Beginn der Laufzeit gekauft werden können.

Die Garantie von geschlossenen Fonds greift ebenfalls nur zum Laufzeitende. Wer vorher aussteigt, muss mit hohen Abschlägen rechnen. Steigen die Kurse, passen die meisten Fonds mit fester Laufzeit übrigens die Garantiehöhe an.

Eine andere Variante der Kapitalgarantie bieten Fonds mit einer Höchststandssicherung. Bei ihnen wird zu einem festgelegten Stichtag, beispielsweise zum Quartalsende, der erreichte Wert zugesichert. Liegt der Wert zum nächsten Stichtag darunter, gilt weiterhin die alte Garantie.

Sollte der neue Wert jedoch über dem des vorherigen Stichtags liegen, wird zukünftig der neue und somit höhere Wert garantiert. Diese Form der Absicherung kostet allerdings bei steigenden Aktienkursen etwas an Rendite, denn die Fonds müssen die Höchststandsgarantie durch einen stärkeren Anteil an Rentenpapieren absichern.

Eine weitere Form der Anlage bieten aktuell Unternehmensanleihen. Denn wegen der sich derzeit bereits in einigen Branchen abzeichnenden Kreditklemme ist sie für viele Firmen oft der einzige Weg, frisches Kapital in die Firmenkassen zu spülen. Für Anleger eröffnet sich die Chance, ihr Geld sicher und mit einer ansprechenden Rendite zu investieren.

Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass die Rendite europäischer Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren bei rund sieben Prozent liegt - also deutlich höher als bei Bundesanleihen. Zur optimalen Absicherung sollten Anleger jedoch nur umsatzstarke Branchengrößen wählen, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen oder Energieversorger. Als Richtschnur bietet sich an, wiederum nur in Anleihen von Unternehmen zu investieren, deren Bonität hoch eingeschätzt wird.

Eine gute Kombination aus Sicherheit und Rendite bieten momentan auch Mischfonds. Hierbei wird ein Teil der Anlegergelder in Aktien und in festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Die Risikoauslegung obliegt dabei dem Anleger. Riskantere Mischfonds haben einen größeren Aktienanteil als sicherheitsorientierte Mischfonds.

Aktuell bieten sich jedoch konservative Mischfonds an. Die defensive Ausrichtung verspricht ein hohes Maß an Sicherheit. Ihr Aktienanteil liegt zumeist bei maximal 30 Prozent und kann gegebenenfalls durch das Fondsmanagement sogar auf Null reduziert werden. Die Flexibilität des Mischfonds zahlt sich speziell in Zeiten größerer Börsenschwankungen aus.
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