Geld-Anlage für das Alter: Kosten genau abwägen

Von: Oliver Mest, ddp
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Hamburg. Die Frage nach der Sicherheit der Rente beschäftigt seit zwei Jahrzehnten die Generationen von den jungen Beitragszahlern bis hin zu den Rentenbeziehern. Und die Antwort ist ganz klar: Ja, die Rente ist sicher - in ihrem Bestand. Die Höhe hingegen ist alles andere als sicher.

Nicht wenige Experten rechnen damit, dass die Einheitsrente schon in 10 bis 15 Jahren Alltag sein wird. Allerdings wird sie sich dann auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen.

Umso wichtiger ist es daher, für das Alter selbst Geld anzulegen. Denn nur mit einer Vorsorgestrategie lässt sich neben der Einheitsrente ein Einkommenspaket für das Alter schnüren, mit dem man wirklich den Lebensabend genießen kann. Zunächst einmal ist dabei professionelle Beratung wichtig. Die meisten Menschen glauben, in finanziellen Dingen allein Entscheidungen treffen zu können.

Trotzdem haben neun von zehn Anlegern im vergangenen halben Jahr teilweise Unsummen an Geld verloren oder investieren in teure und unrentable Produkte. Doch gegen falsche Geld-Entscheidungen hilft nur fachlicher und kompetenter Rat von Experten. Wichtig ist ein Kompetenzteam für die Geldanlage: Hilfe findet man bei den Experten in den Verbraucherzentralen, den unabhängigen Versicherungsberatern oder bei Finanzberatern, die gegen Honorar beraten.

Wer nur auf Sicherheit setzt, wird im Alter nicht genug Geld haben. Denn der Zinseszins ist der Freund der finanziellen Sicherheit im Alter - ohne gute Rendite vermehrt sich das Geld einfach nicht genug. Natürlich haben die jüngsten Börsenentwicklungen nicht gerade Lust auf Aktien und Co. gemacht. Doch es gibt genug Börseninstrumente, um hohe Verluste zu vermeiden.

Zwar sollte man Geldanlagen an der Börse immer skeptisch und den Chancen die Risiken kritisch gegenüberstellen - doch sollte man die Chancen an der Börse auch immer nutzen. Ganz wichtig bei allen Geldanlagen sind die Kosten. Sie sind zusammen mit der Rendite der entscheidende Faktor für den Erfolg der Vorsorge. Denn jeder Euro, den der Berater oder die Bank verdient, können Sparer nicht mehr anlegen. Man sollte sich deshalb immer über die Kosten informieren - eigentlich selbstverständlich, aber in der Praxis immer noch die Ausnahme.

Und auch in vielen anderen Bereichen lohnen Preisvergleiche und die Suche nach alternativen Anlagen, günstigeren Anbietern und preiswerteren Modellen. Steuerlich Überlegungen sind dagegen beim Sparen für das Alter kaum entscheidend. Die Steuervorteile sollten immer nur das i-Tüpfelchen auf ein Investment sein, das auch ohne Steuerrechnereien lukrativ ist. Die Steuerersparnis sollte deshalb niemals einseitig der Grund sein, sich für eine Geldanlage zu entscheiden. Im Grundsatz gilt: Steuersparmodelle sind stets mit spitzen Fingern anzufassen!

Grundsätzlich gilt, jedes Modell noch einmal von einem unabhängigen Experten auf den Prüfstand zu stellen. Dieser sollte klären, ob die vorgeschlagene Geldanlage auch ohne steuerliche Komponente interessant ist. Ist das der Fall, kann man natürlich die Steuervorteile gerne mitnehmen.
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