Nürnberg - Falsche Geschwindigkeitsangabe kann Versicherung kosten

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Falsche Geschwindigkeitsangabe kann Versicherung kosten

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Nürnberg. Nach einem Unfall sollte man bei der Wahrheit bleiben. Wer bewusst eine falsche Geschwindigkeit seines Fahrzeugs zu Protokoll gibt, verspielt den Anspruch auf die Leistungen seiner Kaskoversicherung.

Auf ein entsprechendes Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts weist die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg hin.

Im konkreten Fall hatte der Fahrer eines Ferrari die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war nach einer Schleuderpartie an einem Baumstumpf auf der Gegenseite zum Stehen gekommen. Im Unfallprotokoll gab der mit einer Selbstbeteiligung von 2500 Euro versicherte Mann an, mit 70 km/h gefahren zu sein - exakt der an dieser Stelle zugelassenen Höchstgeschwindigkeit.

Die Versicherung weigerte sich, die Reparaturkosten von gut 68.000 Euro auch nur teilweise zu übernehmen. Laut einem Gutachten sei das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt unzweifelhaft mit einer Mindestgeschwindigkeit von 95 km/h unterwegs gewesen. Diese Differenz als Bagatelle abzutun, sei weder die Versicherung noch das Gericht bereit gewesen, erläuterte Rechtsanwältin Katja Bausch.

Die Kenntnis der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit sei eine Voraussetzung für die gerichtliche Beurteilung eines Unfallgeschehens. Der Ferrari-Fahrer habe in Kenntnis seiner erheblich über dem Erlaubten liegenden Geschwindigkeit vorsätzlich eine falsche Angabe gemacht.

Es sei laut Auffassung der Richter davon auszugehen, dass er dadurch bewusst verhindern wollte, dass die Versicherung eine grob fahrlässige Herbeiführung des Unfalls unterstellen und ihre Leistung zumindest teilweise verweigern würde. Durch diese arglistige Täuschung verliere er jeglichen Anspruch. (AZ: 5 U 78/08)
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