Einspruch gegen den Steuerbescheid lohnt sich

Von: ddp
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Stuttgart. Vor dem Hintergrund einer aktuellen Statistik des Bundesfinanzministeriums weist die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart darauf hin, dass Bürger bares Geld verschenken, wenn sie ihren Einkommensteuerbescheid für 2008 ungeprüft zu den Akten legen.

Der Erhebung zufolge führen drei von vier Einsprüchen zumindest teilweise zum Erfolg. Zahlendreher, selbst vergessene oder vom Finanzamt gestrichene Abzugsposten und vor allem unberücksichtigte Urteile sowie Erlasse sollten stets Anlass für ein Vorgehen gegen die Steuerbescheide sein.

Allerdings müssen im Gegensatz zu früheren Jahren neue Regeln beachtet werden, teilte die Kanzlei weiter mit. Denn das Finanzamt darf jetzt Einsprüche schneller und effektiver bearbeiten. Die Behörde kann vorab nur über Teile des Einspruchs entscheiden, früher blieb der gesamte Steuerbescheid grundsätzlich in vollem Umfang offen.

Zudem darf das Finanzamt nun anhängige Einsprüche durch öffentliche Bekanntgabe zurückweisen, wenn Gerichte im Sinne des Fiskus entscheiden. Trotz Einspruch ist die Steuer zu bezahlen. Mit einem Antrag auf Aussetzung der Vollziehung kann dies für die strittigen Beträge bis zur Entscheidung aufgeschoben werden.

Allerdings werden bei negativem Ausgang sechs Prozent Zinsen pro Jahr fällig, ein teurer Kredit beim Fiskus. Auf dieses Angebot sollte daher in Fällen mit unklarem Ausgang nicht eingegangen werden.

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