Eigentumswohnungen bis zu 20 Prozent teurer

Von: Max Geißler
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Aachen. Die Preise für Eigentumswohnungen ziehen immer schneller an. Wer plant, Wohneigentum zu kaufen, sollte mit den aktuellen Tiefzinsen gegensteuern. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen ziehen in deutschen Großstädten deutlich an. Preissteigerungen von mehr als zehn Prozent sind die Regel, so eine Erhebung von Immowelt.

Besonders beliebt sind hippe In-Städte wie Berlin und Leipzig. Um rund 20 Prozent sprangen dort die Preise innerhalb eines Jahres. Ein ähnliches Bild in Süddeutschland: In München verteuerten sich Eigentumswohnungen um 15 Prozent, in Nürnberg um 18 Prozent. Moderater fielen die Preissteigerungen hingegen in Norddeutschland aus. In Bremen zogen die Preise um sechs Prozent, in Hamburg um sieben Prozent an.

Moderates Preisniveau im Ruhrgebiet

Nach längerer Stagnation müssen auch Wohnungskäufer im Ruhrgebiet wieder tiefer in die Tasche greifen. So zogen die Preise in Essen im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent an, in Dortmund durchschnittlich um vier Prozent. Das Preisniveau ist im Ruhrgebiet allerdings relativ moderat. Zum Vergleich: Eigentumswohnungen in Dortmund kosten durchschnittlich 1132 Euro, in Essen 1200 Euro pro Quadratmeter. In München müssen Käufer hingegen 5027 Euro berappen. Eine 80 Quadratmeter große Eigentumswohnung kostet somit in Dortmund durchschnittlich 90.560 Euro, in der bayerischen Landeshauptstadt hingegen 402.160 Euro.

Niedrigzinsphase nutzen

Nicht nur zur Altersvorsorge eignet sich Wohneigentum. Als Sachwert bietet es auch Schutz gegen Inflation. Im Gegenzug zu den zum Teil hohen Immobilienpreisen bieten die extrem niedrigen Baugeldzinsen hervorragende Finanzierungsmöglichkeiten. Noch vor fünf Jahren verlangten Banken für Baudarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung laut Biallo-Index im Schnitt fünf Prozent Sollzins. Aktuell liegt der Durchschnittszins bei rund 2,5 Prozent. Damit kostet ein Kredit über 150.000 Euro heute 35.000 Euro weniger.

Angebote vergleichen

Auch wenn die Zinsen niedrig sind, sollten Wohnungskäufer gründlich vergleichen und nicht vorschnell bei der Hausbank zugreifen. So können sie viel Geld sparen. Viele Banken vergeben keine eigenen Darlehen, sondern vermitteln Finanzierungen von anderen Banken. Solche Kreditmakler können häufig sehr niedrige Zinsen anbieten. So verlangen beispielsweise Santander Bank und 1822 direkt für zehnjährige Baufinanzierungen derzeit nur 2,3 Prozent Sollzins. Ebenfalls unter dem Durchschnittszins liegen ING-Diba (2,4 Prozent), Commerzbank (2,41 Prozent) und Debeka (2,49 Prozent). Auch lokale Anbieter bieten attraktive Konditionen -; so verlangt etwa die Sparkasse Dortmund für zehnjährige Darlehen derzeit 2,44 Prozent Sollzins, die National Bank (Rhein-Ruhr) 2,47 Prozent und die PSD Bank Westfalen-Lippe 2,54 Prozent.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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