Ehepaare mit zwei Wohnsitzen erhalten künftig doppeltes Geld

Von: dpa
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Berlin. Ehepaare können Höchstbeträge aus haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen künftig zweimal ansetzen. Vorausgesetzt, sie haben auch zwei Wohnsitze.

Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Baden Württemberg hervor (Az.: 11 K 44/08), auf das der Bund der Steuerzahler in Berlin hinweist.

Derzeit können 20 Prozent der Aufwendungen für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden. Dabei gilt für haushaltsnahe Dienstleitungen ein jährlicher Höchstbetrag von 4000 Euro und für Handwerkerleistungen von 1200 Euro. Bei diesen Beträgen ist zu beachten, dass diese nur pro Haushalt gelten und nicht pro Steuerzahler.

Bei zusammenlebenden Ehegatten können diese Höchstbeträge also nur einmal gewährt werden. Fraglich war nun, ob Ehegatten, die mehrere Haushalte unterhalten, diesen Höchstbetrag für jeden Haushalt beanspruchen können. Dies ist vom Finanzgericht Baden Württemberg bejaht worden.

Der Bund der Steuerzahler rät Ehegatten, die mehrere Wohnsitze unterhalten, Einspruch einzulegen und sich auf diese Entscheidung zu berufen, wenn für die zwei Wohnsitze Leistungen über den normalen Höchstbeträgen in Anspruch genommen werden mussten. Da zu der Frage noch ein Verfahren beim Bundesfinanzhof - Az.: VI R 60/09 - anhängig ist, könne es noch etwas dauern, bis die Finanzämter den entsprechenden Einspruch bearbeiten.

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