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Datenklau vorbeugen: Keine Benutzerkonten anlegen

Von: dpa
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Düsseldorf. Für Einkäufe im Internet sollten aus Sicherheitsgründen keine Benutzerkonten angelegt werden.

Online-Shopping funktioniere oft auch ohne das Abspeichern einer Bankkonto- oder Kreditkartennummer beim Anbieter, so Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

„Überlegen sie deshalb genau, wem sie ihre Daten anvertrauen”, rät die Expertin. „Und gehen sie im Zweifel lieber auf Nummer sicher.” Das heißt: Entweder gar nicht bei dem Anbieter einkaufen oder die Daten bei jedem Einkauf neu eingeben - auch wenn es nervt.

Von den Servern des japanischen Elektronikkonzerns waren vergangene Woche Daten von mehr als 70 Millionen Nutzern entwendet worden. Möglicherweise sind auch Kreditkartennummern darunter. „Wenn selbst ein großer Anbieter wie Sony sich nicht vor Attacken schützen kann, sind Daten nirgendwo wirklich sicher”, sagt Oelmann.

Bei vielen Internet-Shops werden Kunden nicht gezwungen, ein Benutzerkonto anlegen. Und selbst, wenn sie ein Konto angelegt haben, müssen sie die dort ihre Bankdaten nicht hinterlegen. „Hier muss ich als Kunde bei jedem Anbieter zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit abwägen”, rät Oelmann. Abgesehen von spektakulären Fällen wie der Sony-Attacke würde aber die Masse der Bankdaten über Phishing-Mails und von unseriösen Kleinanbietern entwendet.

In dem angegriffenen Playstation Network und den vergleichbaren Online-Game-Shops für Microsofts Xbox und Nintendos Wii können Nutzer auch ganz ohne Kreditkarte einkaufen, wenn sie im Handel Guthabenkarten erwerben. Der auf den Karten aufgedruckte Code muss im Online-Shop eingegeben werden und dem Nutzerkonto wird das Guthaben gutgeschrieben.

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