Aachen - Bialls Ratgeber Partnerbörsen: Auf mehreren Wegen zum Erfolg

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Bialls Ratgeber Partnerbörsen: Auf mehreren Wegen zum Erfolg

Von: Horst Biallo und Anette Jäger
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Glückssucher: Trotz des großen Angebots im Internet setzen noch immer viele auf die klassische Annonce. Foto: Imago

Aachen. Fast jeder hat Freunde oder Bekannte, die im Internet oder in der Zeitung nach einer neuen Liebe gesurft haben - und jetzt glücklich verheiratet sind. So wie Wolfgang H. aus München, der nur ein paar Mausklicks und ein einziges Treffen benötigte und sich sicher war: „Das ist die Frau meines Lebens”.

Es gibt aber auch jene - von denen hört man weniger - die monatelang mit verschiedensten Kandidaten Kontakt haben, Treffen verbuchen und bei denen es trotzdem nie funkt. Angeblich sind neun Millionen Deutsche im Internet auf Partnersuche. Punkten kann jedoch weiterhin die klassische Tageszeitungsanzeige, weil hier weniger Gefahren drohen als im Netz. Worauf sollte man bei der Suche achten?

Richtige Seite: Eine langfristige Partnerschaft findet man am ehesten auf den Partnervermittlungsseiten wie parship.de oder elite.de. Die Partnerempfehlungen beruhen auf einem umfangreichen Persönlichkeitstest. Das hat seinen Preis: 180 bzw. 210 Euro für sechs Monate, dafür sind die Erfolgschancen höher.

Wem eine lockere Bekanntschaft oder ein Flirt genügt, registriert sich bei den Kontaktbörsen wie neu.de oder icony.de (zwischen 4,90 und 30 Euro im Monat).

„Je größer die Mitgliederzahl, desto besser”, sagt Marcel Heyne, Gründer von saferdating.de, einer Initiative für Sicherheit beim Online-Dating. Die große Auswahl an potentiellen Kandidaten macht das Netz unschlagbar bei der Partnersuche.

Seriosität: Eine seriöse Seite ist transparent. „Es muss klar ersichtlich sein, welche Kosten wann entstehen”, sagt Iwona Gromek, Juristin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. „Ein Hinweis in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen reicht nicht aus.”

Ein Impressum ist Pflicht, ein gut erreichbarer Kundendienst wünschenswert. Eine Datenschutzerklärung muss einsehbar sein mit der Information, wofür die Daten verwendet werden. „Seriöse Seiten kosten was”, sagt Dating-Experte Marcel Heyne. „Wenn eine Mitgliedschaft kostenpflichtig ist, erhöht das die Chancen, dass auch die anderen auf seriöser Suche sind.”

Datenschutz: „Der häufigste Fehler ist, zu früh zu viel persönliche Information preiszugeben”, sagt Heyne.

Es gab auch schon Stalking-Fälle oder Betrugsfälle, wo vertrauensselige Menschen dem idealisierten Mail-Partner viel Geld überwiesen haben. Oberstes Gebot: Nicht gleich die persönliche Mail-Adresse weitergeben. Bei gmx.net, yahoo.de oder freenet.de kann man sich kostenlose Mail-Adressen möglichst nicht unter seinem Namen einrichten.

Erfolgsquote: Verlässliche Zahlen gibt es nicht. Einige Faktoren erhöhen jedoch die Chancen: Geduld - mindestens sechs Monate - Frustrationstoleranz, Ehrlichkeit und aktiv auf andere zugehen. „Ein paar Angaben machen und auf Mr. oder Mrs. Right warten, ist keine gute Strategie”, sagt Heyne.

Zeitungsannonce: Vieles spricht daher für die klassische Zeitungsannonce. Ein großes Plus: Mögliche Kandidaten findet man im Verbreitungsgebiet seiner Zeitung. Man muss nicht gleich bis nach Buxtehude fahren, um die oder den Angebeteten zu treffen. Verbraucherschützer halten diese Methode für effizient.

„Wer eine Anzeige formuliert und dafür im Durchschnitt 100 Euro investiert, meint es ernst”, sagt Iwona Gromek von der Verbraucherzentrale. Wer eine originelle Anzeige formuliert, kann sich leicht von der Masse abheben.

Der Zeitfaktor ist zudem für viele attraktiv: Man sammelt erst mal alle Zuschriften, die man über eine anonyme Chiffrenummer erhält und wählt in Ruhe aus, wem man antwortet. Ein handschriftlich verfasster Brief verrät unter Umständen mehr über den Verfasser als eine E-Mail.
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