Aachen - Biallos Ratgeber: Welcher ist der beste Autofahrerschutz?

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Biallos Ratgeber: Welcher ist der beste Autofahrerschutz?

Von: Peter Weißenberg
Letzte Aktualisierung:
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Ein Behindertentransporter steht am Freitag morgen, 07. Dezember 2012 auf der linken Spur des Ehrenfeldgürtel in Köln.

Aachen. Panne, Unfall oder Krankheit auf der Urlaubsreise: Wer bietet den besten Schutz für Autofahrer? Gratis gibt es keine Engel – jedenfalls keine gelben: Die Plus-Mitgliedschaft des Verkehrsklub-Marktführers ADAC kostet immerhin 79,50 Euro im Jahr.

Andere Klubs sind da billiger, und die Schutzbriefe von Versicherern kosten oft nur wenig mehr als zehn Euro. Beim Neuwagenkauf ist die Mobilitätsgarantie meist sogar im Preis mit enthalten. Doch die Klub-Mitgliedschaft kann trotzdem den besten individuellen Schutz bieten. Fünf Fragen helfen bei der Suche:

Was will ich absichern? Wer nur ein Auto hat und die, die darin sitzen, absichern will, für den sind die Schutzbriefe der Versicherer hochinteressant. Denn sie bieten rund um dieses versicherte Fahrzeug ganz ähnliche Leistungen bei Panne, Unfall oder einer Erkrankung des Fahrers im Ausland, wie die Schutzleistungen der großen Automobilklubs ACE, ADAC, AVD oder VCD. Wenn aber etwa der Partner oder die Kinder ein eigenes Auto fahren, so gilt der Schutz nicht für diese Fahrzeuge – anders als bei der Familien-Mitgliedschaft, wie sie die Klubs bieten. ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair kündigt zudem bereits ein Produkt „für Patchwork-Familien an“.

Weiterer Nachteil der Schutzbriefe: Wer die Versicherung wechselt, muss beim neuen Versicherer auch wieder extra einen neuen Schutzbrief abschließen. Überdies gewähren manche Versicherer den Schutzbrief nur beim Abschluss einer teuren Kaskoversicherung. Auch bei Mobilitätsgarantien der Autohersteller ist der Pannenschutz nur auf das dort gekaufte Auto beschränkt. Der Schutz bleibt überdies nur dann erhalten, wenn der Käufer alle Services absolviert – und die oft auch gezwungenermaßen in der teuren Vertragswerkstatt.

Welchen Umfang soll der Schutz haben? Die Schutzbriefe der meisten Versicherer stehen den Mitgliedschaften bei Klubs und dem Plus-Angebot des ADAC in den wichtigsten Kategorien kaum nach – außer, dass sie sich eben nur auf ein Auto erstrecken. Anders verhält es sich mit den Mobilitätsgarantien vieler Autohersteller. Hier geht es oft wirklich nur um Mobilität – und zwar im Fall einer Panne. Hat der Kunde einen Unfall, greift die Mobilitätsgarantie vieler Hersteller nicht – im Gegensatz zu den Hilfsleistungen von Klubs oder Versicherer-Schutzbriefen.

Wie sind die genauen Konditionen im Pannenfall? Manche Versicherungen zahlen die Abschleppkosten nur, wenn der Schadensfall mindestens 50 Kilometer vom Wohnort entfernt eingetreten ist. Autoklubs zahlen immer die Pannen- und Unfallhilfe an Ort und Stelle bis zu 200 Euro sowie Abschleppen und Kostenübernahme nach einer Panne oder einem Unfall zur nächsten geeigneten Werkstatt bis zu 200 Euro.

Wer zahlt wie viel bei Übernachtung und/oder Heimreise? Fällt das Fahrzeug aus und sind die Insassen mehr als 50 bis 100 Kilometer von zuhause entfernt, werden die Reisekosten für alle Insassen des Fahrzeuges zum Zielort übernommen – im Prinzip. Bei manchen Schutzangeboten bedeutet dies nur Fahrkarten zweiter Klasse der Bahn oder Tickets für ein Flugzeug bis zu einer Kostengrenze. Auch bei Mietwagen sind Kostenhöhe und Dauer der Nutzung unterschiedlich.

Wer hilft – und wie? Neben den 1700 „Gelben Engeln“ des ADAC ist die fast ebenso große „Silberne Flotte“ der Assistance-Partner unterwegs. Sie arbeitet für viele Versicherer, andere Klubs und Autohersteller. Die Ausrüstung der Fahrzeuge und die Schulung der Helfer ist beim ADAC in verschiedenen Tests besonders gut bewertet worden. Bei Versicherern und Automobilklubs können Autofahrer meist wählen, ob sie nun zu einer Vertragswerkstatt oder einer günstigeren freien Werkstatt wollen. Die Hersteller bringen Kunden zur nächsten eigenen Werkstatt.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers

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