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Biallos Ratgeber: So spart man Kosten beim Smartphone

Von: Caroline Benzel
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Smartphone unterm Weihnachtsbaum: Für viele Kinder und Jugendliche ist das ein großer Schritt in Richtung Glückseligkeit. So schön ein Smartphone auch ist – die Schenkenden sollten sich aber auch Gedanken über den passenden Smartphone-Tarif machen.

Denn der falsche Tarif und der unbedachte Umgang mit dem Gerät können schnell in die Schuldenfalle führen. Laut Statistischen Bundesamt hatten 2013 Unter-25-Jährige, die im Jahr 2013 von Schuldnerberatungsstellen beraten wurden, durchschnittlich rund 1.350 Euro Verbindlichkeiten bei Telekommunikationsanbietern. Das monatliche Nettoeinkommen der Schuldner lag bei 725 Euro.

Einen Laufzeitvertrag mitzuschenken ist auch keine Lösung. Denn die Kosten bei einem Laufzeitvertrag lassen sich kaum eingrenzen – und das kann schlimmstenfalls zur Schuldenfalle für den Schenkenden werden. Am besten verschenkt man Handys und Smartphones mit einem Prepaid-Starterpaket und einigen Guthabenkarten.

Monatliche Kosten von zehn Euro: Inzwischen gibt es bei Discountern wie Blau, Congstar, Fonic oder Otelo interessante Smartphone-Pakete inklusive Datenflatrate, die knapp zehn Euro pro Monat kosten. Verträge mit langer Laufzeit sind aber nicht nur zur Weihnachtszeit wenig empfehlenswert.

„Wenn die Einkommenssituation unsicher ist oder sich das Telefonie- und Surfverhalten häufiger ändert, ist es besser, einen Vertrag ohne Mindestvertragslaufzeit abzuschließen“, sagt Thomas Bradler, Telekommunikationsexperte der Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen. Hinzu kommt, dass es inzwischen viele günstige Verträge ohne Mindestvertragslaufzeit gibt. Die Discounter Blau und Maxxim bieten Tarife in der monatlich kündbaren Variante an, ohne dass Kunden dafür einen Aufpreis zahlen müssen.

Kostenfallen vermeiden: Aber auch bei monatlich kündbaren Tarifen sollten Kunden regelmäßig die Abrechnung kontrollieren. So fällt schnell auf, wenn ungewollt Kosten entstanden sind. Denn diese können bei jedem Handy-Vertrag zustande kommen, auch bei Tarifen mit Sprach- und SMS-Flatrate in alle Netze. Anrufe ins Ausland und bei sogenannten Mehrwertdiensten sind in Flatrates nicht enthalten.

Zu Mehrwertdiensten gehören Anrufe bei der Auskunft, der Horoskop-Hotline oder dem Wetterdienst. Sperren lassen sich solche Dienste über die Drittanbietersperre. Die Sperre verhindert, dass Drittanbieter Geld über die Handy-Rechnung abrechnen können.

Handy-Kosten im Skiurlaub sparen: Aber auch bei Reisen ins Ausland ist Vorsicht geboten. Wer plant, mit seinem Smartphone nach Österreich oder in die Schweiz in den Skiurlaub zu fahren, sollte sich vorab erkundigen, zu welchen Konditionen er im Ausland surft und telefoniert. Gegebenenfalls kann es billiger sein, eine zweite Sim-Karte für die Reise anzuschaffen. So bietet E-Plus-Discounter Blau besonders günstige Auslandskonditionen an.

Auf Reisen in die EU und die Schweiz zahlen Blau-Kunden nichts, wenn sie angerufen werden, und neun Cent pro Minute für Anrufe nach Deutschland. Ebenfalls interessant ist der Tarif von Alditalk. Auch Alditalk-Kunden telefonieren im EU-Ausland und in der Schweiz zu denselben Konditionen wie innerhalb Deutschlands. Anrufe innerhalb des Alditalk-Netzes kosten drei Cent pro Minute, Anrufe in alle anderen deutschen Netze elf Cent. Angerufen zu werden ist für Alditalk-Kunden innerhalb der EU kostenlos.

Zum Vergleich: In den Standard-EU-Tarifen fallen für angenommene Gespräche pro Minute sechs Cent an, selbst anzurufen kostet rund 23 Cent. Tipp: Wer im Skiurlaub auch mobil surfen will, sollte ein Auslands-Datenpaket buchen oder das Gratis-WLAN nutzen, das es inzwischen in vielen Skihütten und Gondelstationen gibt.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers

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