Biallos Ratgeber: Mit festen Zinsen mehr sparen

Von: Thomas Brummer
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Aachen. Deutsche Sparer stöhnen über die niedrigen Zinssätze, die ihnen ihre Bank oder Sparkasse anbietet. Das muss nicht sein, denn einige Geldhäuser zeigen sich deutlich großzügiger. Erfahren Sie, wo Sparen noch Spaß macht.

Auf hohe Zinsen umsteigen: „Wie lange soll das noch so weiter gehen mit den niedrigen Zinsen?“, fragt sich Martin Winkler. Seit Jahren muss der 46-Jährige mit immer weniger Zinsen leben. Und jetzt das noch: Die Europäische Zentralbank möchte die Inflationsrate anheizen. Dadurch kann er sich Jahr für Jahr weniger leisten. Denn Winkler führt einjähriges Festgeld bei einer Sparkasse in seiner niedersächsischen Heimat. Für seine 10.000 Euro erhält er dort nur 0,05 Prozent Zinsen. Nach Abzug der Inflation verliert er also Geld. Nicht so, wenn er zu einem Spitzenanbieter wechselt. Dann kann er das Dreißigfache verdienen - und statt der 0,05 Prozent beachtliche 1,51 Prozent Zinsen einstreichen.

Geldanlagen mit wirklichem Wertzuwachs: Sparer, die ihr Geld für einige Monate oder Jahre zu festen Zinsen anlegen möchten, sollten vor allem zwei Anlageformen ins Auge fassen: Sparbrief und Festgeld, wobei sich die beiden Anlageformen praktisch kaum unterscheiden. In der Vergangenheit gab es für Sparbriefe oft höhere Zinsen, derzeit sind die beiden Gattungen praktisch gleich, was die Zinshöhe anbelangt.

Martin Winkler ist sich also unsicher, wofür er sich entscheiden sollte. Grundsätzlich richtet sich der Sparbrief vornehmlich an Bankkunden, die ihr Erspartes für ein paar Jahre parken möchten. In einem Internetvergleichsportal erfährt er, die VTB Direktbank würde ihm 2,1 Prozent Zinsen Jahr für Jahr gutschreiben. Bei einer Anlagesumme von 10 000 Euro ist der Sparer nach drei Jahren um mehr als 640 Euro reicher. Immerhin, denn so ist bereits die Jahreskarte bei seinem Lieblingsfußballverein gesichert.

Wer sich schon früher etwas gönnen möchte, sollte sich umsehen, welche Geldhäuser für Festgeld bis maximal ein Jahr die höchsten Zinssätze bieten. So kann mit 1,77 Prozent Zinsen für einen Anlagehorizont von sechs Monaten die Bank 11 mit Sitz in Neuss überzeugen. Aber auch die Deutsche Bank kommt mit weit überdurchschnittlichen 1,25 Prozent um die Ecke.

Hohe Zinsen und das garantiert: Winkler ist von den Zinssätzen angetan. Er ist sich aber dennoch unsicher. „VTB Direktbank, Deniz-Bank und Vakif Bank – von diesen Banken habe ich noch nie etwas gehört. Ob da mein Geld sicher ist?“, gibt sich Winkler skeptisch. Die Antwort: Ein klares Ja. Die genannten ausländischen Banken unterliegen der sogenannten Einlagensicherung des Staates, in dem sie sitzen. In diesem Fall ist das Österreich.

Die Banken zahlen in einen gemeinsamen Topf ein. Sollte ein Institut so stark in Schieflage kommen, dass die Einlagen der Kunden weg wären, erhalten die Kunden der Bank ihr Geld aus diesem Fonds zurück. Außerdem bürgen die jeweiligen Staaten für Einlagen bis 100.000 Euro. Die private Sicherung der Banken ist meist sogar noch viel höher und liegt oft bei mehreren Millionen Euro pro Person.

Sparen mit kleinem Budget: Anleger mit beschränkten finanziellen Mitteln oder mit einem konkreten Sparziel können mit einem Banksparplan ein kleines Vermögen ersparen. Einige Banken fordern eine Mindesteinzahlung von monatlich 25 Euro, andere wollen 50 Euro. Wer hierbei auf feste Zinsen baut und einen langen Atem hat, kann bei Top-Anbietern mehr als drei Prozent einfahren. Sie möchten Ihr Urlaubsgeld oder das heiß ersehnte Weihnachtsgeld einfließen lassen? Bei einigen Banken ist selbst das möglich. Tipp: Fragen Sie vorab bei Ihrer Bank nach, ob Sie Sondereinzahlungen tätigen können.

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