Biallos Ratgeber: Die Vorteile von Online-Banking

Von: Tatjana Viaplana
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Aachen. Das Girokonto ist die wichtigste Bankverbindung, aber oft viel teurer als nötig. Denn viele Banken erheben noch Gebühren für Leistungen.

Die größte Ersparnis ist drin, wenn Sie zum Online-Banking wechseln. Dann erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte nicht über den Gang in die Filiale, sondern im Internet mittels Computer, Tablet oder Smartphone. Filialbanken erziehen ihre Kunden zum Online-Banking, indem sie für Leistungen in der Filiale zusätzliche Kosten erheben. Direktbanken, die ihre Kunden via Internet und Telefonberatung bedienen, bieten im Vergleich oft die günstigsten Konditionen an. Denn online allein ist noch keine Garantie für ein günstiges Konto.

Monatliche Grundgebühr vermeiden: Die meisten Banken bieten im Internet kostenlose Girokonten an. Wechseln Sie zum Online-Banking, können Sie im Jahr zwischen 30 und 100 Euro Kontoführungsgebühren sparen. Manche Konten sind aber nur umsonst, wenn Sie bestimmte Bedingungen erfüllen.

Dispozinsen klein halten: Wenn Sie Ihr Girokonto überziehen, zahlen Sie den teuersten Kredit in Deutschland. Viele Banken verlangen hier Zinsen im zweistelligen Bereich. Sind Sie mit Ihrem Konto häufig in den Miesen, sollten Sie nachprüfen, wieviel Dispozins Ihre Bank berechnet. Liegt dieser über acht Prozent, kann sich der Wechsel zu einem anderen Institut lohnen. Vor allem Direktbanken verlangen günstige Sollzinsen.

Zahlen Sie nie wieder Überziehungszins: Überziehen Sie Ihr Konto über den Disporahmen hinaus, langen die Banken und Sparkassen oft doppelt zu. Der sogenannte Überziehungszins liegt häufig zwischen elf und 16 Prozent. Derartig hohe Sollzinsen können auf Dauer zur Schuldenfalle werden.

Weltweit gebührenfrei Bargeld abheben: Jedes Mal, wenn Sie für das Abheben von Bargeld bezahlen, verschenken Sie dieses Geld. Auch Finanzinstitute, die mit einer guten Bargeldversorgung werben, langen zu, sobald Sie Geldautomaten anderer Institute nutzen. Vor allem Direktbanken bieten Kunden inzwischen kostenfreie Kreditkarten an, mit denen im Euroraum oder weltweit keine Gebühren am Bankautomat entstehen. Gespart werden Automatengebühren und die Jahresgebühr für die Kreditkarte.

Mobile Banking: Doch nicht nur Bares ist Wahres. Mit den neuen Banking-Apps sind Sie wesentlich flexibler. Öffnungszeiten und Anstehen am Schalter fallen weg.

So viel Ersparnis ist drin: Beispiel Commerzbank versus DKB. Wie zahlreiche Sparkassen und Banken erhebt die Commerzbank Kontoführungsgebühren für ihr sogenanntes „0-Euro-Konto“, wenn Sie bestimmte Bedingungen nicht erfüllen. Wird kein monatlicher Mindestgeldeingang von 1200 Euro verbucht, zahlen Sie statt null Euro dann 9,90 Euro im Monat. Die Zinsen für den Dispo betragen 11,25 Prozent und der Überziehungszins 16,75 Prozent. Eine Kreditkarte gibt es für 29,90 Euro im Jahr und eine zusätzliche Mastercard kostet 19,90 Euro. Innerhalb Deutschlands können Sie an 9000 Bankautomaten der Cash Group kostenfrei Bargeld abheben. An Fremdautomaten im Euroraum zahlen Sie dafür mindestens 5,98 Euro. Wenn Sie 1100 Euro im Monat verdienen und Ihr Konto regelmäßig um bis zu 500 Euro überziehen, zahlen Sie jährlich mindestens 174 Euro Gebühren für das „0-Euro-Konto“. Das Girokonto der Direktbank DKB ist hingegen bedingungslos gebührenfrei. Die Sollzinsen betragen 7,50 Prozent, unabhängig davon, ob Sie im Dispo sind. EC-Karte und Kreditkarte gibt es kostenlos und mit der Visa Card kann weltweit kostenlos Bargeld abgehoben werden.

Sparpotenzial: Rund 155 Euro im Jahr an laufenden Kosten. Heben Sie mehrmals Geld im Ausland ab, fällt Ihr Vorteil deutlich höher aus.

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