Aachen - Biallos Ratgeber Bezahlen im Ausland: Auf die richtige Karte kommt es an

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Biallos Ratgeber Bezahlen im Ausland: Auf die richtige Karte kommt es an

Von: Helga Riedel und Marcus Preu
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Das kann teuer werden: Wer sich im Ausland mit Bargeld eindecken will, sollte die richtige Karte zücken. Foto: Stock/Imagebroker

Aachen. Ob beim Urlaub oder auf Geschäftsreisen: Wer im Ausland Waren wie Benzin oder Kleider einkauft und bezahlt oder sich mit Bargeld versorgt, sollte stets die richtige Plastikkarte zücken. Denn ein Fehlgriff kommt den Bankkunden teuer zu stehen.

Wie eine aktuelle Umfrage des unabhängigen Finanzportals biallo.de in Zusammenarbeit mit unserer Tageszeitung zeigt, sind die Preisunterschiede beträchtlich, je nachdem, in welches Land man reist und welche Karte man benutzt.

Beispiel: Einem Türkei-Urlauber, der einen Teppich im Wert von 400 Euro auf dem Basar mit der Maestro/EC-Karte bezahlt, werden im günstigsten Fall keine Gebühren (ING-Diba), im ungünstigsten Fall 7,40 Euro (Postbank) abverlangt.

Hätte man die Summe mit der Kreditkarte zuerst am Geldautomaten gezogen, hätte dies gebührenfrei erfolgen können (z.B. Comdirect, DKB, Netbank). Oder aber es kostet zwölf Euro mit der Huk-Coburg Visa-Karte, wenn sich kein Guthaben auf dem Kreditkartenkonto befindet. Es kommt also auf den Einzelfall an.

Auskunft der Bank einholen: „Vielen Leuten ist nicht klar, in welchen Ländern sie welche Karte einsetzen sollten,” sagt Finanzexperte Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen.

Er rät: „Vorsichtshalber sollte man vor der Reise bei seiner Bank nachfragen und auf eine konkrete Antwort am besten schriftlich bestehen. Oder man notiert sich zumindest die Antwort mit Zeit und Namen der Auskunftsperson.”

Die Erfahrung zeigt nämlich, dass Bankangestellte nicht vor Falschauskünften gefeit sind. Niemand sollte sich von seinem Geldhaus mit dem Preisaushang abspeisen lassen. Diese sind meist unverständlich und zum Teil widersprüchlich.

Am sichersten fährt zweifellos der, der sich bei seiner Bank erkundigt, ob er besser mit der Maestro/EC-Karte oder der Kreditkarte in der Eurozone oder außerhalb dieses Währungsraums zahlt oder Geld abhebt.

Faustregel: Es gibt nur eine Regel, an die Verbraucher sich halten können. Egal, ob man mit Maestro- oder Kreditkarte in der Eurozone zahlt, auf den Abrechnungsbelegen erscheint nur der Betrag, der ausgegeben wurde, ohne weitere Gebühren.

Dagegen kann außerhalb der Eurozone mal die Maestro-, mal die Kreditkarte die günstigere Wahl sein. Gleiches gilt, wenn man außerhalb Deutschlands Bargeld abhebt. Auch hier schlagen die meisten Banken je nach Karte unterschiedliche Summen auf.

Viele weisen diese Gebühren nicht einmal gesondert aus, sondern verstecken sie im Umrechnungskurs. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. So hat der Verbraucher keine Chance, die Gebühren zu erkennen und beim nächsten Auslandsaufenthalt die richtige, sprich günstigere Karte seiner Bank oder der Konkurrenz, beim Zahlen oder Bargeldabheben zu nutzen.

Bankenwechsel: Für Vielreisende kann es sich daher lohnen, generell über einen Bankenwechsel nachzudenken, um Gebühren beim Bargeldabheben im Ausland zu sparen. Doch in diesem Fall sollte man seine Bankgeschäfte übers Internet abwickeln.

Denn die meisten Geldhäuser, die einem eine gebührenfreie Bargeldversorgung in der Eurozone oder sogar weltweit anbieten, sind Direktbanken wie die DKB, ING-Diba, Netbank oder Comdirect. Unter den Filialbanken ist dieser verbraucherfreundiche Service noch nicht so weit verbreitet. Mit Einschränkungen kann man hier Citi- und SEB-Bank nennen.
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