Berlin - Bezeichnung „Sachverständiger” gesetzlich nicht geschützt

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Bezeichnung „Sachverständiger” gesetzlich nicht geschützt

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Jeder Bauherr, der einen Berater beauftragt, sollte strikt auf individueller Behandlung bestehen.

„Bauen ist ein komplexes Geschäft, in dem mit zunehmend harten Bandagen um immer kleinere Gewinnmargen gekämpft wird.

Auf der Strecke bleibt dabei häufig der private Bauherr, der sich gutgläubig auf werbewirksame Angebote von Schlüsselfertig- und Festpreisanbietern einlässt, die sich später all zu oft als leere Versprechungen erweisen”, sagt Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB).

Deshalb sei es wichtig, einen individuellen Berater zu beauftragen. Dabei sind einige Grundsätze zu beachten, wie Penningh betont, denn nicht jeder Ratgeber sei auch ein seriöser Fachmann.

Die Bezeichnung „Sachverständiger” ist gesetzlich nicht geschützt. Sachverständiger oder Gutachter darf sich jeder nennen.

Beim Kauf einer Altimmobilie oder bei der energetischen Sanierung begutachte ein seriöser Bausachverständiger Konstruktion, Haustechnik und Bauschäden immer vor Ort und mache dem Kaufinteressenten oder Hausbesitzer anschließend konkrete Vorschläge zu Sanierungsmaßnahmen und -kosten, sagt Penningh.

Suche der Bauherr Rat beim Bau oder Kauf eines neuen Objekts, dann begutachte der Sachverständige zunächst alle Pläne und den Bauvertrag mit Bau- und Leistungsverzeichnissen.

Er weise seinen Auftraggeber auf Vertragslücken hin und unterstütze ihn auf Wunsch bei der Nachverhandlung mit dem Anbieter. Während der Bauzeit kontrolliere der Sachverständige den Baufortschritt in regelmäßigen Abständen und sichert so die Qualität der Arbeit.

Seriöse Bauherrenberater arbeiten dabei strikt firmen- und produktneutral, betont der Experte. Ihr Honorar wird ausschließlich von dem Bauherren bezahlt, der sie beauftragt hat.

„Darauf müssen Auftraggeber besonders achten, denn mancher selbst ernannte Bauberater steht gleichzeitig auf der Lohnliste eines Schlüsselfertiganbieters oder Finanzdienstleisters”, warnt Verbraucherschützer Penningh.
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