Düsseldorf - Berufsanfänger haben schlechte Chancen auf festen Job

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Berufsanfänger haben schlechte Chancen auf festen Job

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Auszubildener/ Traumjob
So manches Kindergartenkind plant bereits eifrig eine Karriere als Feuerwehrmann, Tierarzt oder Prinzessin. Doch wenn gegen Ende der Schulzeit tatsächlich die Entscheidung ansteht, mit welchem Job man seinen Lebensunterhalt künftig verdienen möchte, macht sich oft erst einmal Ratlosigkeit breit. Foto: ddp

Düsseldorf. Für den ersten sicheren Job müssen junge Erwachsene viele Hürden überwinden. Leiharbeit, Praktika und befristete Arbeitsverhältnisse seien heutzutage häufig der „normale” Berufseinstieg.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf. Auch von Arbeitslosigkeit seien junge Leute weit mehr betroffen als andere Altersgruppen.

Im Jahr 2007 absolvierten insgesamt 600.000 Berufsanfänger mindestens ein Praktikum. Bei dem Großteil dieser Praktikumsplätze gebe es keine oder nur geringe Bezahlung. Auch die Tätigkeiten seien selten anspruchsvoll. Auf dem Ausbildungsmarkt sehe es ebenfalls düster aus: 2007 wurden 40 Prozent der Auszubildenden nicht übernommen. Daraus folge oft die Arbeitslosigkeit oder eine Reihe befristeter Jobs und Praktika.

Befristete Beschäftigungsverhältnis sind laut der Untersuchungsergebnisse gerade bei großen Unternehmen zum Standard geworden. Nur 23 Prozent der befristet angestellten Jugendlichen landeten später in einer „stabilen” Beschäftigung. Die Experten warnen vor allem vor den psychischen Folgen dieser Entwicklung: Die Startschwierigkeiten wirkten bei den Betroffenen noch lange nach und könnten zu vermindertem Selbstvertrauen, dem Verlust sozialer Kontakte und sogar Depressionen führen.
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