Bei Strompreisanstieg den Anbieter wechseln

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Heidelberg. Trotz der steigenden Ökostrom-Umlage und des erwarteten Preisanstiegs: Mit einem Wechsel des Anbieters können Stromkunden nach Darstellung des Verbraucherportals Verivox nach wie vor Geld sparen.

Wer einen Ökostromanbieter wählt, komme häufig noch immer günstiger weg als bei seinem bisherigen Stromversorger. Das teilte das Preisvergleichsportal am Montag in Heidelberg mit.

Die Betreiber von Photovoltaikanlagen oder Windparks bekommen Vergütungen, die über dem Marktpreis liegen. Die Differenz zu den Marktpreisen zahlen alle Stromkunden über eine Umlage.

Nach Angaben der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber steigt diese Ökostrom- Umlage 2011 auf das Rekordhoch von 3,530 Cent je Kilowattstunde - ein Plus von 70 Prozent im Vergleich zu den 2,047 Cent in diesem Jahr. Die Umlage war vor zehn Jahren im von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vereinbart worden.

Falls die höhere EEG-Umlage komplett an die Kunden weitergegeben werde, schlage das für einen Musterhaushalt mit 69 Euro zusätzlich zu Buche, rechnete Verivox vor. Bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden stiegen die Stromkosten im Grundversorgungstarif damit von durchschnittlich 968 auf 1037 Euro.

Der günstigste Ökostromtarif koste derzeit im Schnitt 750 Euro - „er ist also um 218 Euro günstiger als das, was der Musterhaushalt aktuell im Grundversorgungstarif bezahlen muss”, hieß es in der Mitteilung.

Verivox empfahl für den Fall eines Wechsels, sich „eine möglichst lange Preisgarantie” zu sichern, um vor künftigen Erhöhungen geschützt zu sein. Dabei sollten Verbraucher beachten, ob es sich um eine Garantie handelt, die auch bei Steuererhöhungen einen Festpreis garantiert oder ob die Garantie nur für die Energiekosten gilt. Dann könnten geänderte Steuern und Abgaben trotzdem aufgeschlagen werden.
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