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Bauprozesse: Erfolgshonorare können finanzielles Risiko senken

Von: ddp
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Berlin. Bei Baustreitigkeiten ist die Vereinbarung von Erfolgshonoraren möglich. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin.

Zulässig sind Erfolgshonorare unter anderem dann, wenn der Mandant entweder finanziell nicht in dazu in der Lage ist, einen Anwalt zu beauftragen, um sein Recht zu erstreiten, oder zu wohlhabend, um staatliche Beratungs- oder Prozesskostenhilfe beantragen zu können.

Erfolgshonorare sind nach Ansicht der ARGE Baurecht eine gute Möglichkeit, größere Ansprüche durchzusetzen. Dies gilt vor allem für Bauprozesse mit hohen Streitwerten. Häufig scheuen nämlich mittelständische Firmen oder Privatleute in solchen Fällen den Gang vor Gericht. Sie befürchten neben dem bereits entstandenen materiellen Schaden auch noch hohe Anwaltskosten bezahlen zu müssen.

Die kommen bei einem Bauprozess, wo es schon beim Einfamilienhaus um Zehntausende Euro gehen kann, schnell zusammen. Ab einem Streitwert von 5000 Euro sind die Landgerichte zuständig. Dort gilt: Wer den Prozess verliert, trägt die Kosten. Und zwar muss er sowohl die eigenen Anwaltskosten, die Kosten des gegnerischen Anwalts, die Kosten des Gerichts und eventuell noch die Kosten für Sachverständige begleichen, die das Gericht hinzugezogen hat. Da kommt einiges zusammen.

Bei 20.000 Euro Streitwert etwa liegen die Anwaltsgebühren vor dem Gang zum Gericht schon bei etwa 1050 Euro. Kommt es zum Prozessauftrag, werden weitere rund 2000 Euro fällig.

Vereinbart der Mandant jedoch mit seinem Baujuristen ein Erfolgshonorar, relativiert sich sein Risiko, so die Arbeitsgemeinschaft. Wichtig seien dabei klare Absprachen und schriftliche Vereinbarungen zwischen Mandanten und Anwälten über Höhe und Modalitäten des Erfolgshonorars, so die ARGE Baurecht.
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