Aachen - Baufinanzierung: Auch geringe Finanzbelastung erfordert Risikoschutz

Baufinanzierung: Auch geringe Finanzbelastung erfordert Risikoschutz

Von: mg/biallo
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Risikolebensversicherung
Ungetrübtes Glück - doch auch eine heile Familie kann jäh durch einen Todesfall zerstört werden, den es rechtzeitig abzusichern gilt. Foto: dpa

Aachen. Inflationsängste und unsichere Börsen verstärken das Interesse an den eigenen vier Wänden. Der Maklerverband IVD berichtet von steigender Nachfrage nach Immobilien vor allem in strukturstarken Ballungsräumen wie Hamburg, Stuttgart, Köln und München. Zusätzlich angeheizt wird die Nachfrage durch historisch niedrige Bauzinsen.

Wie der Baugeldvergleich unserer Zeitung zeigt, sind zehnjährige Hypothekenkredite bei vielen Banken deutlich unter zehn Prozent zu haben, 15-jährige Darlehen liegen nur knapp darüber.

Auch andere Finanzierungshilfen sind derzeit extrem günstig. So bieten Bausparkassen ihre Darlehen inzwischen für weniger als zwei Prozent Nominalzins, etwa Schwäbisch Hall ab 1,95 Prozent, die Bausparkasse Mainz (BKM) ab 1,8 Prozent und die Deutsche Bank Bausparkasse sogar ab 1,0 Prozent.

Die Verbraucherzentralen weisen allerdings darauf hin, dass solche Darlehen hohe Monatsraten erfordern, weil sie sehr schnell getilgt werden müssen. Sie seien deshalb vorrangig für Käufer mit viel Eigenkapital geeignet. Bei klassischen Hypothekendarlehen können Erwerber hingegen niedrige Anfangstilgungen von nur einem Prozent wählen.

In Kombination mit den aktuellen Minizinsen ergeben sich sehr moderate Monatsraten. Besteht Spielraum im Haushaltsbudget, sollte man die Tilgungsrate aber nicht zu gering ansetzen, damit die Finanzierung nicht zu lange läuft. Ein Restrisiko bleibt allerdings bei jeder Immobilienfinanzierung. Stirbt der Hauptverdiener oder stößt ihm etwas zu, kann die Finanzierung ins Wanken geraten. "Bei hohen Kreditbeträgen sollte man die finanzielle Absicherung der Familie nicht vernachlässigen", rät daher Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen.

Eine Schutzmöglichkeit bietet die Kapital-Lebensversicherung. Sie greift im Todesfall und - wenn vereinbart - auch bei Berufsunfähigkeit. Allerdings verursachen solche Policen hohe Kosten, da neben dem Risikoschutz Kapital angespart wird. Das soll am Sparende offene Kreditbeträge ablösen. Deutlich billiger ist die Risiko-Lebensversicherung, denn sie beinhaltet keinen Sparvorgang.

Beispiel: Die Hannoversche Leben berechnet für einen vierzigjährigen Mann, der eine Todesfallsumme von 100.000 Euro über eine Kapitallebensversicherung absichern möchte, einen Monatsbeitrag von rund 350 Euro. Für die reine Risikopolice verlangt die gleiche Gesellschaft hingegen nur 14 Euro.
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