Bochum - Auch im Winter in die Waschanlage: Salz und Streuzusätze verursachen Rost

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Auch im Winter in die Waschanlage: Salz und Streuzusätze verursachen Rost

Von: ddp
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Waschanlage
Streusalz, Split und Straßenschmutz setzen im Winter den Autolack besonderen Belastungen aus. Experten empfehlen deshalb das Auto im Winter des öfteren zu waschen. Foto: ddp

Bochum. Während Straßenschmutz im Sommer vielfach nur den optischen Eindruck beeinträchtigt, haben Verunreinigungen in der kalten Jahreszeit unerwünschte Konsequenzen. Hartnäckige Rückstände setzen sich auf Lack, Karosserie sowie Unterboden fest, verursachen oder beschleunigen Korrosion.

Eine Melange aus aggressivem Streusalz, Split und Straßenschmutz setzt im Winter den Autolack besonderen Belastungen aus. Darauf weist die Mineralölgesellschaft Aral in Bochum hin und empfiehlt, das Fahrzeug des Öfteren zu waschen.

Streusalz gilt als Rostverursacher Nummer eins, erläutert Aral-Fachmann Detlef Brandenburg. Dabei sei es nicht nur das Streusalz selbst, das den Autos zusetze, sondern ebenso andere chemische Substanzen. So werde dem Streusalz bisweilen Magnesium- und Calciumchlorid beigemischt. Damit hafte das Taumittel besonders gut auf der Fahrbahn - allerdings auch am Fahrzeug. Streusalzhaltiges Wasser gelange an den Lack, an die Kotflügel-Innenseite sowie an den Unterboden und biete Rost einen idealen Nährboden.

Während Autofahrer mit einer geringen Fahrleistung auch im Winter mit ein bis zwei Wäschen pro Monat auskommen würden, sollten Vielfahrer mindestens wöchentlich die Waschstraße ansteuern. Sparfüchse wählen dazu verkehrsärmere Zeiten, in denen viele Waschstraßen mit Sonderpreisen arbeiten. Vielfach finden sich in Tageszeitungen oder Anzeigenblätter entsprechende Rabattgutscheine, oder die Waschanlagen geben bei Zehnerkarten einen spürbaren Preisnachlass.

Eine Handwäsche ist - unabhängig von den kommunalen Bestimmungen - im Vergleich zur Waschanlage nicht zu empfehlen, sagen Fachleute, denn winzige Schmutzpartikel setzen sich in den Reinigungsschwämmen fest und wirken auf dem Lack wie feinstes Schmirgelpapier. Ebenfalls ist der Einsatz von Hochdrucklanzen sowie Dampfstrahlern nicht immer sinnvoll. Bei falscher Handhabung können durch den hohen Wasserdruck und die starken Temperaturunterschiede Schäden am Unterboden oder am Lack entstehen. Wer sein Auto nach der Wäsche möglichst lange vor den schädlichen Einflüssen im Winter schützen wolle, der sollte bei der Autowäsche Heißwachs auftragen lassen.

Fällt das Thermometer dauerhaft unter minus sieben Grad, ist ein Pflegeprogramm allerdings nicht mehr empfehlenswert. Die meisten Anlagen stellen dann auch ihren Dienst vorübergehend ein.
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