Anwohner müssen selbst gegen Hochwasser vorsorgen

Von: dapd
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Düsseldorf. Wenn Überflutungen durch Hochwasser drohen, müssen Anwohner selbst für den Schutz ihrer Gebäude sorgen. Bund, Länder und Gemeinden haften nicht für die Schäden.

„Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Haus gegen die Wassermassen abzusichern”, sagt Reinhold Jesorsky von der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Zuerst sollten mögliche Eintrittspfade wie Kellerfenster, Leitungsschächte oder Kanalisationsöffnungen verschlossen werden. Außerdem können die Eigentümer mit der Abdichtung des Bodens und der Wände vorsorgen. Dafür gibt es bewährte Wannen-Konstruktionen.

Um im Ernstfall die Schäden gering zu halten, sollten im Keller keine Wertgegenstände aufbewahrt oder Heimbüros, Wohn- und Haushaltsräume eingerichtet werden. Abzuraten ist von sensiblen technischen Gebäudeausstattungen wie Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- oder Klimaanlagen im Keller.

Gasheizungen sind gegenüber Ölheizungen vorzuziehen. Außerdem sollten dort keine Chemikalien, Lösungsmittel, Heizöle, Treibstoffe und Arzneimittel deponiert werden.

Die Experten raten dazu, im Extremfall den Keller planmäßig zu fluten, um dauerhafte Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden und die Standsicherheit zu gewährleisten. Hier ist Trinkwasser vorzuziehen, damit die betroffenen Räume nicht zu stark verschmutzt oder durch Schadstoffe belastet werden.

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