Angestellt oder selbstständig: So treffen Sie die richtige Wahl

Von: dapd
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Nebenberuflich selbstständig - Was Arbeitnehmer beachten müssen
Fest angestellt arbeiten oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen - diese Entscheidung sollte wohlbedacht sein, sagt Berufsberaterin Kerstin Hof. Foto: Andrea Warnecke

Hamburg. Fest angestellt arbeiten oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen - diese Entscheidung sollte wohlbedacht sein, sagt Berufsberaterin Kerstin Hof. Beide Arbeitsformen hätten ihre Vorzüge und Nachteile. Ob fest oder frei, sei auch eine Frage der Persönlichkeit.

Arbeiten ohne Chef - das erscheint vielen Berufstätigen als verlockende Alternative zur Festanstellung. Wer einen soliden beruflichen Plan hat und großen Wert auf Selbstbestimmung legt, kann damit sehr glücklich und erfolgreich werden, sagt Kerstin Hof. Doch das selbstständige Arbeiten verlange auch Mut, hohe Einsatzbereitschaft und Verantwortung.

Selbstständige seien nicht nur ihr eigener Chef, sondern auch Sekretärin, Leiter des Marketings, Verkäufer, Vertriebschef und ausführende Arbeitskraft in Personalunion. „Selbstständig sein heißt, selbst Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen”, betont die Beraterin.

Die Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, müssten viele Selbstständige erst lernen. „Neulinge wissen oft nicht: Reicht es aus, was ich mache?”, sagt Kerstin Hof. „Ich muss in der Lage sein, meine Ressourcen selbst einzuteilen und mich selbst zu motivieren.” Für finanzielle Engpässe müssten Selbstständige vorsorgen können. Das unterschätzten viele. Wer Schulden habe, sollte deshalb von einer Existenzgründung erst einmal absehen.

„Wenn jemand ein ausgesprochen starkes Sicherheitsbedürfnis hat, würde ich eher zu einer Festanstellung raten”, sagt die Expertin. Auch Menschen, die gerne ausführend tätig sind und ungern allein arbeiten, seien in einem Unternehmen besser aufgehoben. Eine Lebensversicherung sei die Festanstellung aber heute nicht mehr.

„Beruflicher Erfolg entsteht an einem Ort, wo ich das, was ich kann und was ich will, auch darf”, stellt Kerstin Hof fest. Ob dieser Ort im eigenen oder einem fremden Unternehmen liegt, könne man auch testen - etwa als Leiter eines Firmenprojekts oder durch ein zweites Standbein neben der Teilzeitstelle. „So können Sie ausprobieren, wie viel Verantwortung Ihnen schmeckt.”
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