Aachen - Altersvorsorge: Frauen oft zu sorglos

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Altersvorsorge: Frauen oft zu sorglos

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Aachen. Das Thema Alterssicherung spielt für Frauen eine geringere Rolle als für Männer. Bei einer Forsa-Umfrage gaben jetzt 77 Prozent der männlichen Befragten an, dass sie sich bereits konkret mit ihren Möglichkeiten bei der privaten Altersvorsorge beschäftigt haben, von den Frauen waren es nur 62 Prozent.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Union Investment, Hans-Joachim Reinke, sieht darin „eine bedenkliche Entwicklung”, denn Frauen erzielen aufgrund von Erziehungszeiten und geringerer Entlohnung als Männer ohnehin niedrige Durchschnittsrenten.

Zahlen der gesetzlichen Rentenversicherung unterstreichen die Brisanz: So erhielten Ende 2008 Frauen in den alten Bundesländern im Schnitt nur 473 Euro Altersrente, ostdeutsche Frauen bekamen 676 Euro. Männer erzielten meist doppelt so hohe Leistungen. Die Zahlen zeigen, wie wichtig private Altersvorsorge insbesondere für Frauen ist.

Da viele gesetzliche Altersrenten nicht einmal die Grundsicherung abdecken, sind verlässliche Zusatzrenten unentbehrlich. Sicher und relativ gut kalkulierbar ist die private Rentenversicherung. Klassische Policen bieten garantierte Mindestverzinsung von 2,25 Prozent sowie die Beteiligung an den Überschüssen der Versicherer. Unterm Strich verzinsen die Gesellschaften das Sparkapital der Versicherten aktuell mit 3,5 bis 4,5 Prozent.

Im Gegensatz zu Fonds- oder Banksparplänen zahlen Privatrenten ein Leben lang. Dieser Vorzug ist für Frauen aufgrund der längeren Lebenserwartung besonders interessant. Dabei genießen dynamische Rentenzahlungen den Vorteil, dass die Leistungen im Lauf der Jahre steigen - das federt Inflationsrisiken ab. Rentensparer profitieren ferner von geringerer Steuerlast. Während der Steueranteil bei der gesetzlichen Rente von Jahr zu Jahr steigt und Riester-, Rürup- sowie betriebliche Altersvorsorgeverträge heute schon zu 100 Prozent der Einkommensteuer unterliegen, sind Privatrenten nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig. Bei Rentenbeginn mit 65 Jahren muss man nur 18 Prozent der Auszahlungen der Steuer unterwerfen. Außerdem fallen keine Krankenversicherungsbeiträge an.

Wie die nebenstehende Tabelle zeigt, können Frauen, die monatlich 100 Euro einzahlen, nach 35 Sparjahren mit 350 bis 400 Euro Monatsrente rechnen.
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