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Zu wenig Dienstleistungen für Familien

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Bielefeld. Deutschland ist nach Ansicht des Familienministeriums Nordrhein-Westfalen bei Dienstleistungen für Familien ein Entwicklungsland. Pflege-, Reinigungs- und Gartenarbeiten seien in den letzten Jahren aus Angst vor den Kosten viel zu wenig unterstützt und beworben worden, sagte Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich am Rande eines Fachkongresses am Mittwoch in Bielefeld.

Auf einer Skala von eins bis zehn läge Deutschland nur bei drei bis vier. Familien bräuchten zum Beispiel wegen der zunehmenden Arbeitsbelastung stärkere Entlastungen. Entsprechende Dienstleistungen in NRW will das Ministerium in Zukunft mit Hilfe von Kommunen und Organisationen stärker fördern.

Vor allem die Berufstätigkeit nimmt heute viel Zeit in Anspruch, so dass sich die Familie nicht mehr so intensiv um die Betreuung von Kindern oder älteren Menschen kümmern kann. Ein weiteres Problem ist der demografische Wandel.

„Menschen werden älter, die Familien dadurch kleiner,” sagte die Staatssekretärin. Was früher innerhalb der Familie gelöst worden wäre, könne heute meist nur noch von Dienstleistern bewerkstelligt werden. Familienminister Armin Laschet (CDU) appellierte in einer Mitteilung an die Kommunen, entsprechende Angebote in ihren Planungen zu berücksichtigen und die Familien dadurch verlässlich zu unterstützen.

Wenn es nach dem Willen des Familienministeriums NRW geht, dann soll in Zukunft vor allem die Qualität der jeweiligen Dienstleister in den Vordergrund gestellt werden - auch, um die Schwarzarbeit in diesem Sektor einzudämmen: „Familien müssen sich auf die unterstützten Angebote verlassen und ihnen vertrauen können.”

Das Ministerium hat deshalb ein Internetportal bereitgestellt, auf dem sich Familien über geförderte Projekte informieren können. In Nordrhein-Westfalen gibt es schon mehrere sogenannter Service- Agenturen, die für Familien je nach Situation individuelle Hilfsangebote zusammenstellen.
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