Zahl der Masernerkrankungen in NRW steigt deutlich an

Von: ddp-nrw
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Münster. Die Zahl der an Masern erkrankten Kinder ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Bislang seien rund 100 Erkrankungen gemeldet worden, sagte Ulrich van Treeck vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Münster.

Damit liege die Zahl der Erkrankungen in diesem Jahr bereits über jener von 2009, als im gesamten Jahr 76 Infektionen registriert wurden.

Regionale Schwerpunkte der Erkrankungen sind vor allem die Stadt Essen und der Kreis Mettmann. So wurden dem Essener Gesundheitsamt zwischen Mitte März und Mitte April 54 Kinder gemeldet, die an Masern erkrankt waren. Einige der Kinder waren so schwer betroffen, dass sie in einem Krankenhaus stationär behandelt werden mussten. Die überwiegende Zahl der Erkrankten kommt den Angaben zufolge aus Waldorfschulen, da dort die Impfquote deutlich niedriger ist als in den übrigen Schulen.

Den Angaben zufolge beginnen Masern meist mit einem wässrigen Schnupfen oder einem grippalen Infekt. Nach vier Tagen entwickelt sich zudem ein Hautausschlag, und die Augen fangen an, sich zu röten. Folgeerkrankungen sind oft Entzündungen am Mittelohr oder der Lunge.

Aber auch Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen könnten durch die Masern verursacht werden und Langzeitschäden verursachen. In Extremfällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden. Mediziner empfehlen deshalb Kindern oder auch Erwachsenen, die noch nicht an Masern erkrankt waren, sich impfen zu lassen.

In den vergangenen Jahren hatte die Zahl der gemeldeten Masernerkrankungen in NRW jeweils unter 100 gelegen. Eine Epidemie hatte es jedoch 2006 gegeben - damals waren mehr als 1700 Menschen erkrankt. Bei zwei Kindern verschlechterte sich damals der Gesundheitszustand so sehr, dass sie starben.
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