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Wie Kinder spielend das Schwimmen lernen

Von: dpa
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Bad Nenndorf. Kinder sollten das Schwimmen spielerisch lernen. Wichtig sei dabei vor allem, dem Kind die Angst vor dem Wasser zu nehmen, sagte Helmut Stöhr, Ausbildungsleiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

Dafür empfiehlt Stöhr zunächst Übungen wie das sogenannte Schweben, bei dem Kinder für einen kurzen Moment mit dem Rücken auf dem Wasser liegen und durch bewusste Atmung Auftrieb erhalten. Eltern sollten dabei stets in der Nähe bleiben und ihr Kind gegebenenfalls durch leichtes Halten unterstützen.

„Kinder müssen Vertrauen zum Wasser schöpfen und sich darin wohlfühlen”, sagt Stöhr. Das sei Grundvoraussetzung, um ein Verkrampfen zu verhindern und mit ersten Schwimmübungen zu beginnen. Stöhr empfiehlt die Brustschwimm-Technik, weil sie relativ leicht zu lernen ist. Keinesfalls sollten Eltern zu großen Druck ausüben.

Vertrauen schöpfen Kinder laut Stöhr am besten im flachen Wasser. „Dort fühlen sie sich sicher. Sie wissen, dass ihnen nichts passieren kann.” Dadurch sei die Überwindung geringer, den Kopf einmal unterzutauchen und die Atmung an die Wasserumgebung anzupassen. Als weitere Versuche sind Stöhr zufolge Gleitübungen im Nichtschwimmerbecken geeignet, bei denen Kinder versuchen, zwischen den Beinen ihrer Eltern hindurchzutauchen.

Haben die Schwimmanfänger erst einmal genug Sicherheit gewonnen, dürfen sie sich auch selbstständiger im Wasser fortbewegen. „Die Eltern sollten anfangs aber noch in der Nähe bleiben”, rät Stöhr. Grundsätzlich gelte die Regel: Je früher Kinder mit dem Schwimmenlernen beginnen, desto leichter fällt es ihnen. „Starten können die Kleinen schon im fünften Lebensjahr.”

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