Schwerin - Wenn Glücksspiel zur Sucht wird

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Wenn Glücksspiel zur Sucht wird

Von: dapd
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Glücksspiel Automat Jugendlicher
Besonders junge Männer laufen Gefahr, glücksspielsüchtig zu werden. Foto: ddp

Schwerin. Der Einsatz von Geld kann Glücksspiele zu einer risikovollen Freizeitbeschäftigung mit dramatischen Folgen machen, warnt die Landesstelle für Suchtfragen Mecklenburg-Vorpommern.

Leere Bankkonten und Schulden durch das Spielen, Ausreden und Lügen vor Familie und Freunden, Verlust von soziale Kontakten und steigender Druck, Spielverluste zurückzuholen, listet Landeskoordinator Glücksspielsucht Andreas Rihl in Schwerin auf.

„Glücksspielsucht ist eine Krankheit und führt zu einer Vielzahl von Problemen für die Betroffenen und ihre Familien”, stellt er fest. Jeder zweite 16- bis 65-jährige Deutsche betreibt laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mindestens einmal im Jahr ein Glücksspiel. Laut Schätzungen der Bundeszentrale haben etwa 1,1 Prozent der Bevölkerung, das sind rund 600.000 Menschen, mit problematischem oder sogar pathologischem Spielverhalten zu kämpfen.

Süchtig sind laut Bundeszentrale Spieler, die die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren. Wer einmal pro Woche einen Lottoschein ausfüllt oder ins Casino geht, ist nicht zwangsläufig süchtig. Pathologisches Spielverhalten endet damit, dass der Betroffene keinen Cent mehr besitzt und alles Hab und Gut verspielt.

Studien zufolge gibt es in Deutschland schätzungsweise zwischen 95.000 und 297.000 erwachsenen Personen mit pathologischem Spielverhalten. Das Hauptproblem stellen dabei nach Angaben der Landesstelle die Gerätespiele in Hallen und Gasstätten dar, gefolgt vom Automatenspiel in Spielbanken und dem Spielangebot im Internet.
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