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Vornamen können bei psychischer Belastung geändert werden

Von: dpa
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Karlsruhe. Haben die Eltern bei der Wahl des Vornamens daneben gegriffen, können Kinder ihn nicht so einfach ändern lassen.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Vorname nur geändert werden kann, wenn ein „wichtiger Grund” vorliegt. Dazu zählen beispielsweise permanente Hänseleien in der Schule, im Beruf oder im Privatleben, die psychisch belastend sind, erläutert Rechtsanwältin Barbara Thomas in Karlsruhe. Dies müsse durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

Ein „Gefällt mir nicht” oder die Begründung, dass der Namen albern klinge, reichten dagegen als Gründe nicht aus, erläutert Lothar Kirchner, Leiter des Standesamts in Offenbach am Main.

Mit dem 18. Lebensjahr können Jugendliche eine Änderung ihres Vornamens selbst beantragen. Vor der Volljährigkeit sind sie nur beschränkt geschäftsfähig. In diesem Fall können die Eltern oder ein andere gesetzlicher Vertreter den Antrag stellen. Welche Behörde dabei zuständig ist, unterscheidet sich je nach Bundesland. In einigen Ländern kümmern sich die Standesämter um die Änderung, in anderen die Ordnungsämter. Werden die Gründe für die Namensänderung anerkannt, wird der neue Vorname im Geburtenregister eingetragen.

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