Hamburg - Vor dem Einschulungstest möglichst keinen Druck aufbauen

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Vor dem Einschulungstest möglichst keinen Druck aufbauen

Von: dapd
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Hamburg. Vor der Einschulung wird oft anhand eines Tests geprüft, ob ein Kind schulfähig ist. Damit diese Untersuchung für die Kleinen nicht zur Belastung wird, sollten Eltern einige Punkte beherzigen.

„Ich rate dringend davon ab, Kinder durch spezielle Übungen auf solche Einschulungstests vorzubereiten”, betont die Hamburger Diplom-Psychologin Sylvia Trommelen. Durch solche Maßnahmen setze man die Kleinen zu sehr unter Druck.

Auch sonst sollten Eltern sich bemühen, das Thema Einschulungstest möglichst gelassen zu behandeln. „Man sollte dem Kind vermitteln, dass es lediglich darum geht, zu schauen, ob die Schule schon das Richtige für es ist”, sagt die Expertin, die unter anderem Lerntherapie und Begabungsdiagnostik anbietet. Es sollte klar sein, dass der Ausgang völlig offen ist.

Wichtig sei allerdings, dass sich das Kind auf die Untersuchungssituation einstellen kann. Eltern sollten sich daher erkundigen, wie der Test ablaufen wird, und ihrem Nachwuchs dann ein paar Dinge darüber erzählen, beispielsweise: „Da werden dir Fragen gestellt, ein bisschen wie bei einem Quiz.”

Manchmal reagieren Kinder während einer Einschulungsuntersuchung allerdings trotzdem gestresst. „Manche sind beispielsweise sehr schüchtern und brauchen eine Aufwärmphase, die es nicht immer gibt”, sagt Trommelen. Merke man, dass das Kind sich ungewöhnlich verhalte, dass es beispielsweise bockig reagiere, sollte man die Situation nach Möglichkeit unterbrechen. „Am besten bittet man um eine Pause, und spricht den Untersuchenden unter vier Augen auf seine Beobachtung an”, empfiehlt die Expertin. Manchmal helfe es, wenn der Prüfer erst einmal ein bisschen mit dem Kind plaudere oder ein Spiel mache, damit es sich entspannt.

Sei man der Meinung, dass es bei der offiziellen Untersuchung zu einer völligen Fehleinschätzung gekommen ist, könne man auch ein selbst ein Gutachten über die Schulfähigkeit des Kindes in Auftrag geben - etwa bei einer schulpsychologischen Beratungsstelle. „Darauf muss die Schule dann reagieren”, sagt Trommelen.
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