Vom Kind geweckt: Eltern sollten sich nicht aufregen

Von: dpa
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Gewalt gegen Kinder missbrauch
Gewalt gegen Kinder nimmt wieder zu. Foto: dpa

Hamburg. Viele Eltern erleben nach der Geburt ihres Kindes schlaflose Nächte. Der richtige Umgang damit ist auch eine Kopfsache: Wenn sich Eltern über das Hochschrecken bei Kindergeheul ärgern, machen sie alles nur schlimmer.

Sie empfinden die Störungen dann als umso anstrengender. Dagegen scheinen Eltern besser mit zerstückeltem Schlaf zurechtzukommen, wenn sie eine fürsorgliche Einstellung gegenüber dem Kind haben. „Wenn Eltern sehen, dass ihr Kind sie nachts nun mal braucht, hilft ihnen das, diese schwierige Phase durchzustehen”, erklärt Schlafforscher Jürgen Zulley in der Zeitschrift „Nido” (Ausgabe 06/2011).

Solange Kinder noch sehr oft wach werden, teilen Eltern die Nächte am besten auf. Stillt die Mutter noch, kann sie tagsüber Milch abpumpen und der Vater das nächtliche Füttern übernehmen. Wer nach dem Beruhigen des Kindes nicht mehr einschlafen kann, sollte auf keinen Fall permanent auf den Wecker schauen. Der Ärger darüber, wie lange man schon wach ist, verhindert nur das Einschlafen.

Stattdessen sollten Mütter und Väter versuchen, an etwas Erfreuliches zu denken oder Schäfchen zählen. Hilft das alles nichts, stehen sie besser auf, um zu lesen oder Kreuzworträtsel zu lösen. So kehrt die Müdigkeit meist zurück.

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