Freiburg - Unliebsame Präsente nicht weiterverschenken

Unliebsame Präsente nicht weiterverschenken

Von: ddp
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Freiburg. Der grüne Pullover ist zu grell, die Bluse zu klein und das Stickdeckchen der Schwiegermama zu verkitscht: Wohl jeder hat in seinem Schrank unliebsame Geschenke versteckt. Was teilweise mit viel Mühe ausgesucht wurde, kommt beim Beschenkten oft nicht an.

„Auch wenn Präsente den eigenen Geschmack nicht treffen, sollte man sich dafür bedanken”, sagt die Kommunikationstrainerin Elisabeth Bonneau aus Freiburg. Zu einem gekünstelten Lächeln muss man sich in dieser Situation dennoch nicht zwingen: Das sei übertrieben. „Bei einem Präsent immer den guten Willen des Schenkers anerkennen”, rät die Expertin. Es ist unhöflich, direkt zu äußern, dass man das Geschenk nicht mag.

Bei engen Freunden oder der Familie darf man hingegen später einmal sagen, dass einem das Präsent nicht gefällt. „Ansonsten wird vielleicht der gleiche Fehler noch einmal begangen”, erläutert die Kommunikationstrainerin. Dabei könne man dem Schenker gleichzeitig vorschlagen, das Präsent bei einer gemeinsamen Shopping-Tour umzutauschen. „Bei Bekannten oder Kollegen sollte man dagegen vorsichtig sein und einen Umtausch nicht erwähnen”, rät die Expertin.

Um den Schenker nicht zu verärgern, kramen viele bei dessen Besuch wieder die alten Präsente heraus und stellen sie in der Wohnung zur Schau. „Das sollte man keinesfalls tun, da sonst der Schenker nie lernt, welche Geschenke ankommen und welche nicht”, erläutert Bonneau. Doch was tun mit unliebsamen Präsenten? „Geschenke können weitergegeben, aber nicht weiterverschenkt werden”, sagt die Expertin. Man könne beispielsweise die Eltern oder Geschwister fragen, ob sie dafür bessere Verwendung haben.

Den richtigen Geschmack zu treffen, ist nicht immer einfach. Hilfreich ist eine Liste, in die man Wünsche und eigene Ideen einträgt. „So braucht man nicht lange über ein Geschenk nachzudenken und trifft den Geschmack”, erläutert Bonneau.
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