Unfallgefahr für Schulanfänger

Von: dapd
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Schulkinder
Nach den Sommerferien machen sich die ABC-Schützen das erste Mal auf den Weg zur Schule. Trotz besonderer Rücksichtnahme der Autofahrer lassen sich Unfälle mit Schulanfängern nicht immer vermeiden. Foto: dapd

Henstedt-Ulzburg. Nach den Sommerferien machen sich die ABC-Schützen das erste Mal auf den Weg zur Schule. Trotz besonderer Rücksichtnahme der Autofahrer lassen sich Unfälle mit Schulanfängern nicht immer vermeiden.

Dies ruft oft unseriöse Versicherungsvertreter auf den Plan. Hartmuth Wrocklage vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg warnt deshalb: „Versicherungsvermittler wittern das Geschäft mit den besorgten Eltern. Die sollten aber keine unnötigen Versicherungen in die Schultüte tun, sondern sich auf die wichtigen Policen konzentrieren.”

Die gesetzliche Unfallversicherung zahle bei Unfällen in der Schule, auf dem Weg dorthin und wieder zurück nach Hause, sagt Wrocklage. Damit die Kinder rund um die Uhr - auch in der Freizeit - abgesichert sind, sollten Eltern mit einer privaten Unfallversicherung vorsorgen.

„Keinesfalls empfehlenswert ist eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Denn eine Versicherung zum Nulltarif existiert nicht”, sagt Wrocklage. Am Ende gebe es nur die zusätzlich zu den Versicherungsbeiträgen gezahlten Sparanteile zurück und das mit schlechter Verzinsung.

Als Ergänzung zur privaten Unfallversicherung könne eine Kinderinvaliditätsversicherung infrage kommen. Sie trete nicht nur nach einem Unfall, sondern auch bei Invalidität durch Krankheit ein.

Verursacht der Schulanfänger einen Verkehrsunfall, etwa weil er unachtsam über die Straße gelaufen ist, kann er laut Gesetz für den Schaden nicht verantwortlich gemacht werden. Denn Kinder sind bis zu ihrem vollendeten siebten Lebensjahr nicht deliktfähig. Im Straßenverkehr erhöht sich die Altersgrenze sogar auf das zehnte Lebensjahr.

„Eltern sollten Forderungen des Unfallgegners nicht nachgeben, sondern ihren Privathaftpflichtversicherer einschalten”, rät Wrocklage. Der prüfe die Haftungsfrage und wehre unberechtigte Ansprüche nötigenfalls vor Gericht ab.
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