Übertriebene Körperpflege bei Pubertierenden gelassen sehen

Von: ddp
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Manche Pubertierende nehmen es mit der Körperpflege genauer als einst Königin Kleopatra. Foto: ddp

Mainz. Manche Pubertierende nehmen es mit der Körperpflege genauer als einst Königin Kleopatra. Ewigkeiten blockieren sie morgens das Familien-Badezimmer, um sich mit unzähligen Cremes, Sprays und Lotionen herauszuputzen.

Dies geschieht nicht immer zur Freude ihrer Eltern. „Dieses Übermaß an Körperpflege gehört zur Entwicklung in der Pubertät dazu. Die Jugendlichen müssen erst für sich herausfinden, wie viel Aufwand für die Schönheit gerechtfertigt ist”, erklärt Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Meistens normalisiere sich die Sorge um das eigene Aussehen von alleine wieder, wenn das Kind älter werde.

Er empfiehlt Eltern, sich mit empörten Kommentaren zum Styling Heranwachsender zurückzuhalten. Selbst wenn man dem Kind Parfümwolken oder Lippenstift verbiete, könne man nicht kontrollieren, ob es sich vielleicht noch auf dem Schulweg weiter aufbrezle. „Die Eltern können dem Jugendlichen allerdings erklären, wenn sie befürchten, dass er sich durch seine Aufmachung zu sehr anpreist oder in falsche Cliquen rutschen könnte”, sagt Gerth. Dieses Gespräch sollte man dann aber in einem ruhigen Moment führen - und nicht morgens vor der Badezimmertür.

Für den Stau vor der Nasszelle empfiehlt der Erziehungsexperte pragmatische Lösungen: „Am besten legt die Familie eine Reihenfolge fest, wer morgens wann das Badezimmer nutzen darf. Derjenige, der ganz besonders lange braucht, muss dann eben extra früh aufstehen oder warten, bis er als Letzter ans Waschbecken darf”, sagt Gerth. Außerdem sollten Eltern ihren Kindern die Kosten für die Kosmetikorgien verdeutlichen. „Man kann beispielsweise vereinbaren, dass die Eltern nur die wirklich notwendigen Pflegeartikel zahlen und der Jugendliche allen zusätzlichen Luxus selbst kaufen muss”, sagt Gerth.

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