Überforderung im Ehrenamt offen ansprechen

Von: dapd
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Berlin. Viele sind bereit, einen Teil ihrer Freizeit für ein Ehrenamt zu investieren.

Doch manchmal bleibt es nicht bei der ursprünglich übernommenen Aufgabe und der Freiwillige arbeitet irgendwann mehr, als ihm eigentlich lieb ist.

„Viele Ehrenamtliche machen die Erfahrung, dass sie einem Verein oder einer Organisation die Hand reichen und ihnen dann der ganze Arm ausgerissen wird”, weiß Thomas Kegel, Leiter der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland in Berlin. Das Problem sei, dass oft zu Beginn der Zusammenarbeit nicht genau abgesprochen werde, welche Erwartungen die Organisation an den Freiwilligen hat - und was dieser zu leisten bereit ist.

Kegel empfiehlt Betroffenen, die Situation beim Vorstand oder bei den Mitarbeitern der Organisation anzusprechen. „Wenn man schweigt und immer mehr Aufgaben übernimmt, wird man immer unzufriedener - und irgendwann gibt man sein Amt vielleicht deshalb auf”, gibt der Diplom-Pädagoge zu bedenken.

Daher sei es wichtig, die Bedingungen im Ehrenamt mit den Verantwortlichen auszuhandeln. In dem Gespräch sollte man ehrlich einschätzen, wie viel Zeit man für sein Ehrenamt investieren möchte und ob man in besonderen Situationen auch mal etwas mehr tun würde. „Manche Ehrenämter kann man auch auf zwei Personen aufteilen”, sagt Kegel.

Gestalte sich die Klärung schwierig, könne es auch sinnvoll sein, einen Mediator hinzuzuziehen, der zwischen Organisation und Ehrenamtlichen vermittelt. „Nach einer gewissen Zeit sollte man außerdem noch einmal überprüfen, ob die Vereinbarungen eingehalten wurden und sich die Situation gebessert hat.”
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