Wiesbaden - Teenager-Schwangerschaften in Europa seltener

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Teenager-Schwangerschaften in Europa seltener

Von: dpa
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Wiesbaden. Die Zahl der Teenager-Schwangerschaften ist in der Europäischen Union zuletzt gesunken.

In allen EU-Ländern außer Rumänien sei die Zahl der Teenager-Mütter zwischen 2001 und 2006 zurückgegangen, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in der neuen Broschüre „Im Blickpunkt: Jugend und Familie in Europa”. In Deutschland hatten 2006 3,5 Prozent aller Neugeborenen eine Mutter unter 20 Jahren. Das waren mehr als 23.700 Kinder. Darunter waren auch 788 Mädchen und Jungen, deren Mutter bei der Geburt erst 15 Jahre oder noch jünger war.

Den höchsten Anteil an Teenager-Schwangerschaften weist Bulgarien auf: Annähernd 14 Prozent der Kinder wurden dort von Müttern unter 20 Jahren auf die Welt gebracht, listet die Behörde auf. Die wenigsten jungen Mütter gab es in den Niederlanden und Dänemark, wo nur 1,4 Prozent der Geburten auf Unter-20-Jährige entfielen.

Nicht jede Frau in Deutschland entscheidet sich bei einer Schwangerschaft für das Kind. Insgesamt wurden in der Bundesrepublik im Jahr 2007 knapp 117.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Rund 14 500 - das sind 12 Prozent - wurden von Frauen zwischen 15 und 19 Jahren durchgeführt, so die Statistiker. Auf 1000 Frauen dieser Altersgruppe kamen demnach 6,2 Schwangerschaftsabbrüche.

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