Schulranzen darf nur 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts haben

Von: ddp
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Düsseldorf. Zahlreiche Bücher, Hefte, ein Federmäppchen und möglicherweise auch noch ein schwerer Atlas - all das tragen Schulkinder tagtäglich in ihrem Schulranzen mit sich herum.

Doch Thomas Pauly, Orthopäde aus Düsseldorf, warnt: „Das ist alles viel zu schwer. Die Schüler sind körperlich überfordert.” Muskelverspannungen und sogar Rückenschäden können Folgen dieser dauerhaften Belastung sein.

Doch welche Last verträgt der kleine Körper? „Als Faustregel gilt, dass ein vollständig gepackter Schulranzen nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Körpergewichtes eines Kindes ausmachen darf”, sagt Pauly. Das lässt sich relativ einfach testen: „Man stellt zunächst das Kind ohne Schulranzen auf die Waage und anschließend mit vollständig bepackten Ranzen”, sagt der Orthopäde und rechnet vor: „Wiegt Ihr Kind 20 Kilo, so darf es mit Schulranzen maximal 2 bis 3 Kilo mehr wiegen.” Ist das Kind 40 Kilo schwer, so dürfe auch sein Ranzen nur 4 bis maximal 6 Kilo an Gewicht haben. Sollte der Schulranzen schwerer sein, so müssten die Eltern am besten Lehrer oder Elternsprecher darauf ansprechen, ob nicht einige der täglich benötigten Utensilien in der Schule verbleiben könnten.

Von Umhängetaschen oder Schultrolleys als Alternative hält der Orthopäde Pauly nichts: „Diese sind kein Ersatz für einen Ranzen.” Denn ein guter Schulranzen sei so entwickelt, dass er das Gewicht gleichmäßig auf Rücken und Schultern des Kindes verteile. Umhängetaschen oder Trolleys belasteten den Rücken hingegen nur einseitig: „Und das kann bleibende Schäden an der Wirbelsäule hervorrufen.”
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