Berlin - Schröder legt Pläne für weitere Vätermonate auf Eis

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Schröder legt Pläne für weitere Vätermonate auf Eis

Von: ddp
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Monate der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit senken die Höhe des Elterngeldes. Grundsätzlich wird das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes zugrunde gelegt. Foto: ddp

Berlin. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wird wegen der angespannten Haushaltslage ihre Pläne für zwei zusätzliche Vätermonate beim Elterngeld vorerst ruhen lassen. Das gelte auch für das geplante Teilelterngeld, sagte Schröder am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des „Familienreports 2010”.

Beide Projekte seien derzeit nicht finanzierbar. Langfristig hält Schröder aber an beiden Projekten fest.

Bisher können Eltern nach der Geburt eines Kindes beim Ausstieg aus dem Berufsleben 14 Monate lang Elterngeld beziehen, wobei zwei Monate auf den Partner entfallen. Zumeist ist dies der Vater, weshalb auch von zwei Vätermonaten die Rede ist.

Schröder wollte diese auf vier Monate ausweiten, wodurch das Elterngeld insgesamt 16 Monate lang hätte bezogen werden können. Zudem plante Schröder eine Teilzeitvariante des Elterngeldes bis zu 28 Monate. Schröder betonte zugleich, an der maximalen Höhe des Elterngeldes von 1800 Euro dürfe nicht gerüttelt werden.

Die Ministerin räumte ein, dass alle Ressorts sparen müssten. Auch ihr Haus komme um „schmerzhafte Einsparungen” nicht herum. Schröder verwies darauf, dass ihr Etat nur 2,2 Prozent des gesamten Bundesetats ausmache. Von den 6,5 Milliarden Euro sei das Elterngeld mit 4,5 Milliarden Euro der mit Abstand größte Brocken. Ein Beitrag zum Sparen werde auch das Elterngeld umfassen müssen. Die Struktur und die Grundidee des Elterngeldes dürften nicht angetastet werden.

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