Braunschweig - Schlechtes Zeugnis nicht mit Ferienentzug quittieren

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Schlechtes Zeugnis nicht mit Ferienentzug quittieren

Von: ddp
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Braunschweig. Viele Kinder fürchten sich vor dem Tag der Zeugnisvergabe. Denn in manchen Familien sorgen schlechte Zensuren für schlechte Stimmung vor den Ferien.

„Bevor Eltern ein unerfreuliches Zeugnis mit ihrem Kind diskutieren, sollten sie erst einmal eine Nacht darüber schlafen”, empfiehlt Frank Hofmann, Leiter der Erziehungsberatungsstelle am Domplatz in Braunschweig.

Danach habe man etwas Abstand bekommen und könne in einer ruhigen Atmosphäre über das Thema sprechen. „Wichtig ist, dass man dem Kind dabei keine Vorwürfe macht und es für seine schlechten Leistungen anklagt. Vielmehr sollte man den Blick in die Zukunft richten und das Kind fragen, was es braucht, um im nächsten Schuljahr bessere Noten zu erzielen”, sagt der Diplom-Psychologe.

Die Belohnung fürs Zeugnis sollte man dem Kind nicht vorenthalten. „Auch wenn ein Kind schlechte Noten hat, hat es in der Schule sein Bestes gegeben. Und diese Anstrengung sollte belohnt werden”, sagt Hofmann. Mit der Belohnung fördere man auch die Motivation, sich weiter in der Schule anzustrengen.

Auch ihre Sommerferien sollten Schüler, unabhängig von ihren Zensuren, erst einmal genießen dürfen. „Es bringt nichts, ein Kind dazu zu verdonnern, die Ferien über seinen Nachholbedarf für die Schule aufzuarbeiten”, sagt Hofmann. Erst in der letzten Ferienwoche sei es sinnvoll, das Kind durch Übungen zu Hause oder auch durch einen Intensivkurs in einer Nachhilfeeinrichtung wieder auf das Lernen einzustimmen. „Zu diesem Zeitpunkt kann man dann auch noch einmal an die Vereinbarungen erinnern, die man im Gespräch zum Ende des Schuljahres getroffen hatte”, ergänzt der Experte.

Viele Eltern reagierten besonders gestresst auf schlechte Schulleistungen ihres Kindes, weil sie sich mit der Situation alleingelassen fühlten. Eine Begleitung während des Schuljahres könne daher die Spannung aus dem Zeugniskonflikt nehmen. „Mütter und Väter sollten sich nicht scheuen, das Gespräch mit den Lehrern zu suchen, und dem Kind in schwierigen Phasen beispielsweise eine Unterstützung durch Nachhilfestunden gönnen”, sagt Hofmann.
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