Riechen und fühlen: Gefährliches Spielzeug erkennen

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Billiges Spielzeug birgt ein hohes Sicherheitsrisiko für Kinder. Foto: dpa

Nürnberg. Kaufen Eltern neues Spielzeug für ihr Kind, sollten sie ihre Sinne einsetzen. Riecht ein Spielzeug unangenehm, bleibe es besser im Laden stehen, sagte Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland LGA dem dpa-Themendienst. Denn das kann ein Hinweis auf problematische Inhaltsstoffe sein.

Laut der EU-Kommission wurden 2009 1993 unsichere Konsumgüter an das EU-Schnellwarnsystem RAPEX gemeldet, sieben Prozent mehr als Vorjahr. Am häufigsten beanstandet wurden Kinderspielzeuge und Kleidung.

Gut sei, wenn sich Eltern schon vor dem Kauf Gedanken machen, was ihr Kind überhaupt braucht. Ein Spielzeug für Über-Dreijährige sei eben nicht für ein zweijähriges Kind geeignet. Wo sie Teddy oder Bagger kaufen, spiele ebenfalls eine Rolle. In Billigshops sei das Risiko, ein problematisches Spielzeug zu bekommen, deutlich höher als bei Fachhändlern oder großen Kaufhäusern, erklärte Weiskirchen. Bei einer „sicheren Quelle” zu kaufen, ermöglicht Eltern außerdem, ein Spielzeug bei Problemen zu reklamieren.

Wird das ausgewählte Produkt dann gründlich angesehen und befühlt, entdeckten Eltern meist selbst, wie sorgfältig es verarbeitet ist. Sitzen die Augen des Teddys wirklich fest oder können sie sich lösen und vom Kind verschluckt werden? Gibt es scharfe Kanten, an denen sich der Nachwuchs verletzen könnte? Solche Spielsachen bleiben ebenfalls besser im Regal stehen, empfahl Weiskirchen.

Außerdem sollte das ausgewählte Produkt unbedingt das CE-Zeichen tragen. Der Hersteller verpflichtet sich damit selbst, die wesentlichen Anforderungen der geltenden EU-Richtlinien einzuhalten. Überprüft wird das allerdings nicht. Mehr Aussagekraft haben Prüfzeichen unabhängiger Institute - wie „TÜV PROOF”, „GS” oder das LGA-Qualitäts-Zertifikat.
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