Reiseapotheke für Kinder: Sonnenschutzmittel ist immer Pflicht

Von: ddp
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Herzogenrath. Die Reiseapotheke ist ein Muss im Urlaubsgepäck. Das gilt besonders, wenn Kinder mitfahren, damit Fieber oder Schürfwunden nicht gleich den ganzen Urlaub verderben.

„Wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist das wichtigste Utensil in der Reiseapotheke ein starkes Sonnenschutzmittel”, betont der Herzogenrather Apotheker Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Denn: „Die Haut vergisst nichts, und zu viel Sonne führt auf Dauer zu Hautkrebs.”

Wenn die Kleinen zu Allergien neigen, sollte man sich für eine Sonnenschutzmilch entscheiden - Gels sind eher ungünstig, da sie die Haut austrocknen und manchmal auch allergische Reaktionen hervorrufen können. Zur Pflege der zarten Kinderhaut nach dem Strand- oder Wandertag eignet sich eine hochwertige Körpermilch, die Feuchtigkeit spendet, jedoch nicht zu viel Fett auf der Haut hinterlässt.

Ansonsten hängt es vom Reiseziel ab, welche Medikamente man mitnehmen sollte. „In den europäischen Ländern reichen ein kindgerechtes Schmerzmittel, das auch fiebersenkend wirkt wie etwa Paracetamol, ein Brand- und Wundgel, eine Lösung zum Desinfizieren, Verbandsmaterial und natürlich Mittel gegen Durchfall und Übelkeit”, empfiehlt der Experte. Auch das Fieberthermometer sollte man beim Urlaub mit Kindern nicht vergessen. „Innerhalb Europas ist die Versorgung ansonsten gut, alles, was man zusätzlich braucht, kann man dort besorgen”, berichtet Experte Engelen.

Etwas anders sieht es bei Fernreisen aus. Hier kann es je nach Land sinnvoll sein, auch steriles Material wie Spritzen mitzunehmen. Und: Vor Antritt der Reise sollte auf jeden Fall der Impfstatus überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt oder ergänzt werden. Alles andere muss von Fall zu Fall individuell geprüft werden und hängt davon ab, wohin und wie man reisen möchte.

„Wenn man unsicher ist, kann man sich auch vom Apotheker beraten lassen. Er hat Zugriff auf landesspezifische Informationen, die ständig aktualisiert werden, und kann gezielt auf die Versorgungslage am gewünschten Reiseziel eingehen”, erläutert Engelen.
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