Rechtstipp: Bei Starthilfe-Schaden muss Versicherung nicht zahlen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Fürstenfeldbruck. Wird ein Auto bei einem Starthilfeversuch durch ein falsch angeschlossenes Überbrückungskabel beschädigt, so muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des Hilfeleistenden den Schaden nicht übernehmen. Das entschied das Amtsgericht Fürstenfeldbruck.

In dem Fall hatte eine Frau ihre Freundin besucht und dabei das Licht des Autos brennen lassen. Als sie nach Hause fahren wollte, sprang das Auto nicht mehr an. Die Freundin bot an, über ihr eigenes Auto Starthilfe zu geben. Dabei schloss sie das Starthilfekabel jedoch falsch an, so dass das Auto der Frau nicht mehr zu starten war. In der Werkstatt wurde später festgestellt, dass der missglückte Starthilfeversuch Teile der Elektrik im Auto zerstört hatte.

Den Schaden in Höhe von 4.000 Euro sollte die Kfz-Haftpflichtversicherung der Starthelferin bezahlen. Die Versicherung verweigerte jedoch die Zahlung. Ihre Begründung: Der Schaden sei nicht beim Betrieb des versicherten Fahrzeugs entstanden, sondern außerhalb des regulären Betriebs.

Das Gericht sah das genauso: Das Fahrzeug sei bei der Starthilfe lediglich als Stromquelle genutzt worden, nicht aber zu seinem eigentlichen Verwendungszweck als Fortbewegungsmittel. Damit liege kein Betriebsvorgang vor, so dass die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht einspringen müsse, entschied das Gericht.

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