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Paracetamol: Bei Kindern auf genaue Dosierung achten

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Köln. Paracetamol gilt als Standardmittel gegen Fieber und Schmerzen bei Kindern. Doch Eltern müssen auf eine genaue Dosierung achten - aufgrund des geringen Körpergewichts kann eine zu hohe Dosis bei Kindern schnell zu lebensbedrohlichen Leberproblemen führen.

„Über mehrere Tage sollten Kinder das Präparat auf keinen Fall ohne ärztliche Überwachung einnehmen, denn eine Paracetamol-Vergiftung kommt schleichend”, warnt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Die Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Oberbauchschmerzen treten erst nach einer beschwerdefreien Phase von 12 bis 24 Stunden nach der Einnahme auf.

Für ein Kind im Grundschulalter gelten 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg KG) pro Tag als Maximaldosis, aufgeteilt in vier Einzeldosen zu 15 mg/kg KG. Bei einem Sechsjährigen mit 21 Kilo entspräche das etwa 1000 mg à 4 mal 250 mg. Fieber sei darüber hinaus kein Notfall und müsse nicht sofort und nicht unbedingt mit einem Präparat gesenkt werden, sagt Fegeler. Auf Nummer sicher geht, wer sich von seinem Kinder- und Jugendarzt die Menge und die Verabreichungsform empfehlen lässt.

Pflegen mehrere Personen ein krankes Kind, sollten sie sich unbedingt bei der Medikamentengabe absprechen. Betreuende sollten nicht ungeduldig werden und mehrere Portionen Paracetamol hintereinander geben, denn die Wirkung tritt erst nach etwa einer Stunde ein. „Tabletten für Erwachsene und Kinder enthalten unterschiedliche Mengen Paracetamol, Tropfen sind häufig höher dosiert als Säfte”, erläutert Fegeler. Deshalb sollten Eltern immer noch einmal den Beipackzettel kontrollieren. Auch wenn sie das Schmerzmittel mit anderen Erkältungsmitteln kombinieren wollen, überprüfen sie vorher besser, ob diesen Arzneien nicht ebenso Paracetamol beigefügt ist.

Laut einer Anfragestatistik des Gemeinsamen Giftinformationszentrums der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen von 1999 bis 2008 steht Paracetamol bei Kindern an der Spitze der akuten Arzneimittelvergiftungen.
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