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Nach Scheidung: Umgangsrecht kann Umzug ins Ausland entgegenstehen

Von: dpa
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München/Berlin. Möchte ein geschiedenes Elternteil mit seinem Kind ins Ausland ziehen, kann das Umgangsrecht des anderen Elternteils dem entgegenstehen.

Der Einzelfall entscheidet, wobei das Kindeswohl eine zentrale Rolle spielt. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München hervor (Az.: 2 UF 1818/08), auf das die Familienanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweisen.

In dem Fall wollte eine Mutter mit ihrer Tochter, für die sie das Sorgerecht hat, zu ihrem Lebensgefährten nach Mexiko ziehen. Der geschiedene Vater sah dadurch sein Umgangsrecht mit dem Mädchen gefährdet. Sowohl er als auch die Mutter stellten einen Antrag auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Mädchen, erläutert der DAV.

Die Richter sprachen dieses Recht der Mutter als Hauptbezugsperson der Tochter zu. Entscheidend sei, ob der Umzug das Kindeswohl gefährde, was nicht der Fall sei. Die Tochter habe dem Umzug offen gegenübergestanden, mochte den Freund der Mutter und wurde unter anderem durch Sprachkurse auf den bevorstehenden Umzug vorbereitet.

Ins Gewicht fiel auch das Einverständnis der Mutter, dass sich Tochter und Vater in den Ferien längere Zeit sehen. Ausschlaggebend für die Richter sei außerdem gewesen, dass die Mutter fundierte Gründe für den Umzug und konkrete Pläne für das neue Leben hatte.

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