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Mit ausländischen Kollegen über kulturelle Unterschiede sprechen

Von: dapd
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Schwäbisch Gmünd. Treffen zwei Kulturen bei der Arbeit aufeinander, sind Missverständnisse häufig die Folge. Denn hierzulande gängige Gepflogenheiten können für ausländische Kollegen tabu sein und umgekehrt.

„Die Differenzen reichen von Mimik und Gestik über den Tonfall bis hin zu Managementstrategien und wirken sich im Zweifel negativ auf die Arbeitsatmosphäre aus”, sagt Susanne Helbach-Grosser, Expertin für Business-Etikette aus Schwäbisch Gmünd.

Höflichkeit zum Beispiel werde in Japan anders definiert als in Deutschland. Ein lautes, unverhohlenes Lachen - wie es hierzulande eher üblich sei - sei dort verpönt und könne von einem japanischen Kollegen falsch ausgelegt werden. Andersherum könne zum Beispiel das bei Japanern übliche Mittagsschläfchen von deutschen Kollegen falsch aufgefasst werden. „Wichtig ist, dass man sich in so einem Fall nicht auf den Schlips getreten fühlt, sondern sich die kulturellen Unterschiede bewusst macht”, sagt die Expertin.

Die Etikette-Trainerin rät, im Team das Angebot eines interkulturellen Seminars beziehungsweise einer Fortbildung anzunehmen, sofern das Unternehmen dies offeriert. Wo es solch ein Angebot nicht gibt, sollte man sich regelmäßig in der Gruppe zusammensetzen und sich wertfrei über mögliche Missverständnisse austauschen, empfiehlt Helbach-Grosser.

„Wenn man weiß, wie man selbst auf den anderen wirkt, kann man auch ein besseres Verständnis für die Verhaltensweisen des Kollegen entwickeln”, ergänzt sie. Wer sich in den anderen einfühle, verzeihe ihm seine „Makel” leichter, ist sich die Etikette-Expertin sicher. Zudem bekomme der Kollege auf diese Weise die Chance, sein Verhalten anzupassen: „Manches sollte man aber auch einfach mit Humor nehmen und mit dem Kollegen darüber lachen.”
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