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Mehrheit findet Kinder schlechter erzogen als früher

Von: ddp
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Berlin. Die Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich laut einer Studie eine strengere Erziehung von Kindern.

Fast 60 Prozent sind der Ansicht, dass der Nachwuchs heute schlechter erzogen ist als früher, wie das ZDF-„Morgenmagazin” am Mittwoch unter Berufung auf das „Generationen-Barometer 2009” berichtete.

Ähnlich viele Befragte hielten Kinder für rücksichtsloser und unhöflicher. Am kritischsten äußerten sich den Angaben zufolge ältere Menschen. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) wollte die Studie am Mittag in Berlin vorstellen.

Die Ministerin sagte im ZDF, die negativen Aussagen in der Studie beträfen den Zustand der Familien in Deutschland allgemein. Nach der eigenen Familie befragt, hätten 80 Prozent der Befragten angegeben, dass der Zusammenhalt der Generationen gewachsen sei.

Von der Leyen will ihre Familienpolitik trotz sinkender Geburtenzahlen im vergangenen Jahr fortsetzen. „Entscheidend ist jetzt, dranzubleiben und nicht nachzulassen in den Bemühungen, ein kinderfreundliches Land zu schaffen”, sagte sie der „Bild”-Zeitung (Onlineausgabe). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 2008 in Deutschland rund 675.000 Kinder zur Welt und damit 1,1 Prozent weniger als im Jahr 2007.

Von der Leyen sagte, es sei immer noch schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. „Junge Mütter und Väter wollen Zeit für ihre Kinder haben, ohne jahrelang aus dem Beruf auszusteigen. Dafür brauchen sie kinderfreundliche Arbeitszeiten mit mehr Beweglichkeit zwischen Teilzeit und Vollzeit”, betonte sie. Nötig seien mehr Plätze in Kindertagesstätten sowie flexible Öffnungs- und Arbeitszeiten. In dieser Hinsicht geschehe jetzt viel, aber die Veränderungen brauchten Zeit, bis sie bei allen ankämen.

Nach der Bundestagswahl wolle sie die Betreuungszeiten von Vätern für ihre Kinder ausweiten, sagte die Ministerin. Außerdem sollten die Steuern für Familien durch eine Kinderkomponente gesenkt werden.
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