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Mehr Geld für Familien: Jetzt finanzielle Unterstützung sichern

Von: ddp.djn
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Familien
Gemeinsame Zeit für die Familie ist den meisten jungen Eltern in Deutschland wichtiger als Geld. Foto: dpa

Berlin. Das Geld sitzt in vielen Familien nicht mehr so locker wie noch vor ein paar Jahren. Und nicht nur drohende Arbeitslosigkeit macht vielen zu schaffen: Oft fallen Zuschläge weg, die Zinsen für das Ersparte sinken, viele Abgaben steigen, das Leben wird teurer.

Gut zu wissen, dass es Möglichkeiten gibt, die Haushaltskasse aufzubessern - mit staatlicher Unterstützung und Steuervorteilen, die über das Kinder- oder Elterngeld hinausgehen.

Das beste Beispiel sind Steuervorteile durch Kinderbetreuungskosten. Sind beide Elternteile erwerbstätig (egal, ob in Voll- oder in Teilzeit), können Arbeitnehmer ihre Kinderbetreuungskosten wie Werbungskosten absetzen. Möglich ist das für Kinder bis zum 14. Lebensjahr sowie für behinderte Kinder ohne Altersgrenze bis zu zwei Drittel der Kosten, maximal jedoch 4000 Euro. Auch Alleinerziehende können ihre Kinderbetreuungskosten wie Werbungskosten absetzen. Wer nicht arbeitet, kann die Kosten in aller Regel als Sonderausgaben absetzen - wenn auch noch eingeschränkter.

Auch die Riester-Rente bringt Familien zusätzliches Geld: Der Staat stockt für jedes Kind die Zulagen um 185 Euro im Jahr auf - ist das Kind nach 2007 geboren, sind es sogar 300 Euro. Das ist Geld, das kam auf keinen Fall liegenlassen sollte.

Wichtig dabei: Neugeborene Kinder müssen der Bank oder dem Finanzdienstleister mitgeteilt werden, damit die Zulage auch wirklich gezahlt wird.

Alleinerziehende können vom Staat eine besondere steuerliche Förderung bekommen. Sie erhalten den Entlastungsbetrag, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das sie Kindergeld oder den steuerlichen Kinderfreibetrag erhalten, und ansonsten im Haushalt keine andere erwachsene Person lebt. In diesem Fall wird das zu versteuernde Einkommen um bis zu 1308 Euro im Jahr gekürzt - im besten Fall entspricht das einer Entlastung von rund 550 Euro jährlich.

Wenn der Nachwuchs im Kindergarten ist oder demnächst dort hingehen wird, kann sich ein Gespräch mit dem Chef lohnen. Wenn der Chef statt einer fälligen Gehaltserhöhung die Kindergartenkosten für den Nachwuchs übernimmt, lohnt sich das für Angestellte. Ein Beispiel: Statt das Gehalt wie geplant um 300 Euro im Monat zu erhöhen, übernimmt Ihr Chef die Kindergartenkosten in gleicher Höhe. Von diesen 300 Euro Gehaltserhöhung wären gerade einmal 130 Euro netto übrig geblieben.

Die 300 Euro Kindergartenzuschuss hingegen fließen steuerfrei: Das monatliche Plus auf Ihrem Konto: 170 Euro. Und selbst, wenn man die Kosten für die Kinderbetreuung steuerlich geltend machen würde, bliebe immer noch ein Vorteil von knapp 125 Euro, weil der Kita-Beitrag in diesem Fall nur zu einem Steuernachlass von rund 45 Euro führen würde.
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